Märkte am Morgen: Getreide

Sorgen um die neue Ernte


Die Matif schließt am Dienstag uneinheitlich. Europäische Händler warten auf neue Nachrichten aus Russland und hoffen auf eine Belebung des Exportgeschäfts.

Weizen: Die Weizennotierungen in Chicago gaben nach den Gewinnen vom Montag am Dienstag wieder leicht nach. Der März endete mit einem Minus von 2,50 Cent bei 532,75 Cent/bushel und steht heute Morgen bei 528,25 Cent/bushel (170,46 €/t) ebenfalls im roten Bereich. Die Matif in Paris schloss uneinheitlich. Die Termine für das laufende Wirtschaftsjahr gaben leicht nach. Der März verlor 25 Cent auf 207,25 €/t. Die neue Ernte verbuchte leichte Gewinne. Der Dezember legte um 25 Cent auf 193,00 €/t zu. Bedenken über die Entwicklung des Wintergetreides in Europa, die sich auch im aktuellen Mars-Report widerspiegeln, gaben Unterstützung.

Ansonsten fehlte es dem Getreidemärkten gestern an neuen Nachrichten. Grundsätzlich bleibt die Stimmung in Europa und vor allem in Frankreich positiv, denn die Chancen auf Exporte nach Nordafrika haben sich deutlich verbessert. Im alten Jahr werden aber keine großen Aktivitäten mehr erwartet. In Russland ist für Freitag ein Gespräch von Vertretern aus dem Getreidehandel und der Politik geplant, in dem das Thema Exporte erörtert werden soll. In der Ukraine rechnet der Präsident des Getreideverbands, Mykola Horbachev, in diesem Jahr mit einer Exportmenge von 16 Mio. t, das sind 500.000 t weniger als das USDA derzeit prognostiziert. Im Wirtschaftsjahr 2019/20 könnten 20 Mio. t exportiert werden; vorausgesetzt, die Bestände entwickeln sich weiter so gut wie bisher.


Mais: Die Maisnotierungen konnten in Chicago leicht zulegen. Der März schloss mit einem Plus von 1,50 Cent bei 385,50 US-$/bushel und notiert heute Morgen bei 385,00 US-$/bushel (133,12 €/t). Auch in Paris waren die Vorzeichen grün. Der Januar legte um 1,00 auf 177,00 €/t zu. Gestützt wird der US-Markt von der Hoffnung auf Exporte nach China. Heute veröffentlicht die EIA den wöchentlichen Report zur Ethanolproduktion. Der ukrainische Getreideverband UZA erwartet 2018/19 Maisexporte von 27 Mio. t und liegt damit um 1,0 Mio. t unter der Prognose des USDA.

Euro/US-Dollar: Heute Abend wird die US-Notenbank ihre Zinsentscheidung verkünden. Als sicher gilt eine Anhebung des Leitzinses um 0,25 auf 2,50 Prozent. Mit Spannung erwartet wird, welche Aussagen die FED zu den weiteren Aussichten im Jahr 2019 machen wird. Italien und die EU-Kommission stehen offenbar vor einer Einigung in Haushaltsstreit, die heute verkündet werden soll. Die Nachricht gab dem Euro am Dienstag Auftrieb, der bis auf über 1,1400 US-$ kletterte. Heute Morgen notiert der Euro bei 1,1382 US-$.

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