Märkte am Morgen: Getreide

Türkei will 300.000 t Weizen kaufen


Der Shutdown in den USA ist für drei Wochen vorläufig beendet. Damit könnte es am Februar wieder einen weltweiten Report zu den globalen Agrarmärkten - Wasde - geben.

Ende des Shutdown in den USA. Am Freitag kündigte US-Präsident Donald Trump an, er habe eine Vereinbarung mit dem US-Kongress erzielt, für drei Wochen die Regierung zu öffnen. Er warnte, dass es wieder einen Shutdown geben könnte, "wenn wir nicht einen fairen Deal vom Kongress bekommen". Trump braucht 5 Mrd. US-$ für den Bau einer Mauer zu Mexiko, was die Demokraten ablehnen. Händler an der CBoT sind gespannt, was mit dem unveröffentlichten Wasde-Report von Januar geschieht, wenn die Mitarbeiter am Montag wieder ihre Arbeit aufnehmen.

Weizen: An der Euronext legen die Weizenkurse eine kurze Abkühlungspause ein. Deutsche Exporteure machen sich Hoffnungen, dass es bald mit Aufträgen los geht. Denn höhere Preise für Weizen in Russland erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit von deutschem und EU-Weizen. Für die kommende Woche kündigt die Nachrichtenagentur Reuters eine Schiffverladung über 60.000 t Weizen nach Saudi Arabien an. Doch bei aller Vorfreude darf nicht vergessen werden, dass auch das Baltikum mit Litauen derzeit am Exportgeschäft partizipiert. So werden die Schwarzmeerländer, das Baltikum und die EU sich für diese Woche in Stellung bringen, wenn wie angekündigt die Türkei einen Tender über 300.000 t Weizen auflegt. Dabei könnte ein starker Eurokurs manche Hoffnungen zunichtemachen.

Der Märztermin an der Euronext gibt am Freitag um 0,75 auf 205,75 €/t nach. Am Donnerstag erreichte der Kontrakt mit 207 €/t ein Zwei-Wochen-Hoch. Auch französischer Weizen nimmt Fahrt auf gegenüber Offerten aus der Schwarzmeer-Region. In der ersten Hälfte des laufenden Vermarktungsjahres 2018/19 verkaufte Frankreich viel Weizen nach Algerien aber auch nach Marokko.

Zu kleinen Verlusten kommt es bei Weizen an der Chicago Board of Trade vor dem Wochenende. Der Märzweizen verliert um 1,50 Cent auf 5,20 US-$/bushel (umgerechnet 167,40 €/t). Wettervorhersagen melden Frosttemperaturen in einigen Hauptanbaugebieten für Weizen für die kommenden Wochen. Eine Schneedecke dürfte die Kulturen schützen. Die Händler gehen weiterhin davon aus, das US-Weizen im Export an Attraktivität gewinnt und Russlands Weizenexporte sich verlangsamen. Am Montag morgen stehen die Weizenkurse an der CBoT wieder im Plus.

 

Mais: Die Farmer in Brasilien planen die zweite Maisernte. In Argentinien steht die Maisernte kurz vor dem Abschluss. Der Maiskontrakt an der Chicagoer Börse kann sich um 3,25 auf 3,80 US-$/bushel (umgerechnet  131,30 €/t) verbessern. An der Euronext folgt Mais dem Weizen und gibt 2 auf 179,75 €/t ab.

 

Euro/Dollar: Der Euro zieht am Montag morgen weiter an auf 1,1416 US-$. Noch am Donnerstag der Vorwoche war der Euro nach einer Sitzung der Europäische Zentralbank (EZB) auf unter 1,12 US-$ gefallen. Am Freitag setzte die EZB den Referenzkurs auf 1,1346 US-$ fest. Die niedrigen Zinsen dürften in der EU vorerst Bestand haben. Die EZB ließ die Zinsen für die Eurozone am Donnerstag bei 0,0 Prozent. Gleichzeitig gab EZB-Chef Mario Draghi das Signal, dass wegen der schwächelnden Konjunktur erst 2020 mit einer Zinserhöhung zu rechnen sei.

 

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