Märkte am Morgen: Getreide

Ukraine steigert Maisexporte


Weizen aus der EU hat es auf dem Weltmarkt weiter schwer. Die Weizenernte in Argentinien steht kurz vor dem Abschluss. Aus den USA kommen keine aktuellen Zahlen zum Export.

Weizen: Die Börse in Paris schloss am Donnerstag mit einem Plus von 2,00 € bei 206,00 €/t. Auch in Chicago legte Weizen zu. Der März-Kontrakt gewann 7 Cent auf 513,75 Cent/bushel und notiert heute Morgen bei 714,25 Cent/bushel (165,90 €/t). Gestützt wurden die Agrarmärkte in den USA von einem schwächeren US-Dollar. In den USA werden wegen des teilweisen Regierungsstillstands derzeit keine Zahlen zu den Exportaktivitäten veröffentlicht. Die EU-Kommission gab gestern bekannt, dass im bisherigen Wirtschaftsjahr die Weizen- und Mehlexporte bei insgesamt 8,6 Mio. t um 28 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen. Die Importe stiegen dagegen um 18 Prozent auf 2,9 Mio. t. Mit Abstand wichtigster Exporteur ist Frankreich, das bisher 4,0 Mio. t Weichweizen exportierte. Für Deutschland weist die Statistik 485.000 t aus.


Auch die Weizenexporte der Ukraine liegen unterhalb der Vorjahreslinie. Bis zum Jahresende wurden 10,5 Mio. t verladen, das sind 7,1 Prozent weniger als vor einem Jahr.


In Argentinien ist die Weizenernte zu 90,6 Prozent abgeschlossen. Die Erträge liegen nach Angaben der Getreidebörse in Buenos Aires im Rahmen der Erwartungen, sodass die Prognose von 19 Mio. t aufrechterhalten wird.


Mais: Die Maisnotierungen legten am Donnerstag an der CBoT leicht zu. Der März schloss mit einem Plus von 4 Cent bei 397,75 Cent/bushel und notiert heute Morgen bei 381 Cent/bushel (131,63 €/t) ebenfalls fester. In Paris verbuchte Mais ein kleines Plus von 25 Cent auf 180,00 €/t.

Die Maisimporte der EU erhöhten sich in der ersten Hälfte des Wirtschaftsjahres gegenüber dem Vorjahr um 48 Prozent auf 11,3 Mio. t. Deutschland bezog 532.000 t aus Drittstaaten. Wichtigster Importeur ist Spanien mit 4 Mio. t. Die Ukraine konnte ihre Maisexporte in die EU um 147 Prozent auf 5,5 Mio. t steigern. Insgesamt verschiffte die Ukraine von Juli bis Dezember 9,1 Mio. t Mais, das sind 47 Prozent mehr als vor einem Jahr.

In Argentinien ist der Mais auf 82,7 Prozent der erwarteten Fläche gelegt. Das Tempo liegt damit um 2,3 Prozent über dem Durchschnitt. Nur 6,3 Prozent der Bestände werden als schlecht und befriedigend eingeschätzt, gegenüber 39,6 Prozent im vergangenen Jahr.

Euro/US-Dollar: Schwache Konjukturdaten aus den USA und Kursverluste an der Wall Street stützen gestern den Euro. Heute Morgen notiert der Euro bei 1,1394 US-$.

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