Märkte am Morgen: Getreide

Weizen in den USA auf Talfahrt

An den US-Börsen brechen die Weizennotierungen ein. Die weitgehend problemlose Herbstaussaat auf der Nordhalbkugel drückt die Stimmung.

Weizen: Nach dem langen Thanksgiving-Wochenende brachen die Weizennotierungen in de USA ein. In Chicago gab Weizen um 6,2 Cent auf 4,09 US-$/bushel nach, in Minneapolis um 13,4 Cent auf 6,10 US-$/bushel und in Kansas um 7,2 Cent auf 4,07 US-$/bushel. Paris konnte sich im Vergleich dazu trotz eines erneut stärkeren Euros erstaunlich gut halten. Während US-Weizen 1,5 bis 2 Prozent verlor hielten sich die Verluste an der Matif mit einem halben Prozent in Grenzen. Der Dezember schloss mit einem Minus von 75 Cent bei 157 €/t.

Die insgesamt bärische Stimmung in den USA konnte auch nicht durch recht gute Exportzahlen aufgehellt werden. In der Woche bis zum 23. November wurden aus 345.000 t Weizen verschifft, das war knapp ein Drittel mehr als in der Vorwoche und lag 40 Prozent über dem Vorjahresniveau.


Die Weizenbestände in den USA entwickeln sich wie erwartet. Auf 92 Prozent der Flächen ist der Weizen aufgelaufen. In Europa wird die Herbstaussaat in einigen Regionen von zu starker Nässe in anderen von Trockenheit beeinflusst. In der Ukraine entwickeln sich die Bestände normal, auch in Russland gibt es bisher keine nennenswerten Probleme. Ägypten hat einen weiteren Weizentender zur Lieferung Mitte Januar ausgeschrieben. Die Angebote müssen heute eingereicht werden.

Mais: Auch Mais stand am Montag unter Druck. Die Verluste hielten sich aber in Grenzen. Der Dezember gab in Chicago um 3,4 Cent auf 3,39 US-$/bushel nach. An der Matif schloss Mais mit einem Minus von 50 Cent bei 153,50 €/t. Die US-Exporte in der vergangenen Woche summierten sich auf 639.000 t, das waren 3,3 Prozent weniger als in der vorherigen Woche und 23 Prozent weniger als vor einem Jahr. Auf das Gesamtjahr bezogen rechnet das Wasde mit einem Rückgang der US-Exporte um 16 Prozent. Bisher sind 44 Prozent der im Wasde prognostizierten Menge ins Ausland verkauft, das ist etwas weniger als im Fünfjahresdurchschnitt von 48 Prozent.

Euro/US-Dollar: Der Euro ist gestern an der 1,20-Doller-Linie abgeprallt. Nach einem zwischenzeitlichen Höchststand bei 1,1959 US-$ gab der Euro wieder nach und notiert heute Morgen bei 1,1886 US-$.

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