Märkte am Morgen: Getreide

Weizen schließt erneut fester


In Chicago und Paris steigen die Weizen-Notierungen weiter. Technische Käufe und Trockenheit in wichtigen Anbaugebieten treiben die Kurse nach oben.

Weizen: Die internationalen Weizenmärkte bleiben fest gestimmt. In Chicago legte Juli-Weizen um 14,25 Cent auf 5,21 US-$-bushel zu. Die Matif schloss mit einem Plus von 2,75 € auf 179,00 €/t. Der Dezember sprang nach einem Tagesgewinn von 3,00 € auf 182,25 €/t, der höchste Wert seit Ende Juli 2017. Hauptgrund für die steigenden Notierungen ist die Furcht vor Ertragsausfällen in wichtigen Anbauregionen. So hat es in den vergangenen Monaten in Teilen der USA, Kanadas und Australiens zu wenig geregnet. Auch in einigen Regionen in Russland, der Ukraine und in Osteuropa war es im Frühjahr zu trocken. Der europäische Prognosedienst Mars sieht dort allerdings noch keine Anzeichen für größere Ertragseinbußen.

Gestützt wird der Weizenmarkt zudem von der Maisernte in Südamerika, die schlechter ausfällt als erwartet. Schließlich lösten die jüngsten Kurssteigerungen Kaufentscheidungen aus, sodass die Rally auch technisch beeinflusst ist.

Mais: Die höheren Weizenkurse, die Trockenheit in Brasilien sowie die Behinderung der argentinischen Ernte durch Regen und Sturm stützen den Maismarkt. Chicago schloss gestern dennoch nur mit einem bescheidenen Plus von 2 Cent bei 4,05 US-$/bushel. Analysten vermuten, dass die jüngsten Regenfälle im Corn-Belt dazu geführt haben könnten, die Maisfläche auf Kosten von Sojabohnen auszudehnen. Solange die Aussaaat noch läuft, bleiben die Prognosen zu den Anbauflächen von Mais und Sojabohnen unsicher, denn viele Farmer entscheiden sich kurzfristig.

Für die Länder der EU erwartet der Prognosedienst Mars einen Maisertrag von 7,64 t/ha, das wären 4,8 Prozent mehr als im fünfjährigen Durchschnitt. Für die Ukraine werden derzeit 6,13 t/ha vorhergesagt. Das würde im Durchschnitt liegen, es wären aber 13 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

Euro/US-Dollar: Die Politik der neuen italienischen Regierung setzt den Euro weiter unter Druck. Gestern konnte sich die Gemeinschaftswährung zunächst etwas erholen. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Referenzkurs bei 1,1795 (Montag: 1,1759) US-$ fest. Heute Morgen fällt der Euro auf 1,1762 US-$.

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