Märkte am Morgen: Getreide

Weizenfläche der USA steigt wieder

Die Farmer in den Vereinigten Staaten wollen mehr Weizen und weniger Mais pflanzen. Frankreich versucht mehr Weizen auf dem Binnenmarkt abzusetzen.

Weizen: Der März-Future verabschiedete sich gestern an der CBoT mit Gewinnen von 10,25 Cent bei 4,95 US-$/bushel (147,17 €/t). Der neue Frontmonat Mai ging mit einem Plus von 2,25 Cent bei 4,89 US-$/bushel (145,09 €/t) aus dem Handelstag und notiert heute Morgen mit 3,5 Cent im Plus. An der Matif konnte Weizen um 1 € auf 165 €/t zulegen.

Eine telefonische Umfrage von Allendale vom 26. Februar bis zum 9. März in 27 US-Bundesstaaten ergab, dass die US Weizenfläche zur Ernte 2018 gegenüber dem Vorjahr um rund 370.000 ha auf 19 Mio. ha steigen könnte. Das wäre aber noch immer deutlich weniger als 2015 (22,3 Mio. ha) und 2016 (20,3 Mio. ha). Im vergangenen Jahr war die Erntefläche auf den tiefsten Stad seit mehr als 100 Jahren gesunken. Das USDA rechnet derzeit zur Ernte 2018 mit einer Fläche von 18,83 Mio. ha.

FranceAgriMer hat seine Exportprognose für französischen Weizen erneut heruntergeschraubt. Im laufenden Wirtschaftsjahr sollen nun 17,14 Mio. t Weizen im Ausland abgesetzt werden, das sind 420.000 t weniger als in der Februar-Prognose. Die Exporte in Drittstaaten werden mit 8,5 Mio. t um 500.000 t kleiner veranschlagt, die in andere EU Länder um 80.000 t auf 8,83 Mio. t angehoben. Damit würde Frankreich erstmals seit Jahren mehr Weizen auf dem Binnenmarkt absetzen als in Drittstaaten.

Für Russland werden die Exportprognosen dagegen weiter angehoben. IKAR hebt seine Erwartungen um 1 Mio. t auf 38,5 Mio. t an, das sind 1 Mio. t mehr als das USDA im März-Wasde schätzte. Für die Woche zum 8. März erwarten Analysten US-Weizenexporte von 250.000 bis 500.000 t aus der Ernte 2017.

Mais: Die Maisnotierungen gaben in Chicago am Mittwoch um 1 bis 3 Cent nach und stehen heute Morgen mit minimalen Gewinnen wieder im Plus. Der März verabschiedete sich mit Verlusten von 2 Cent bei 3,83 US-$/bushel (122,02 €/t). Der Mai schloss mit einem Minus von 3 Cent bei 3,89 US-$/bushel (123,69 €/t).

Die Allendale-Umfrage ergab, dass die US-Farmer den Maisanbau in diesem Jahr um 650.000 ha auf 35,85 Mio. ha reduzieren wollen. Die Anbaufläche würde damit deutlich unter den Vorjahren liegen. Das USDA erwartet eine Anbaufläche von 36,45 Mio. ha.

In der Woche zum 9. März ist die Ethanolproduktion in den USA überraschend stark gesunken. Dennoch stiegen die Bestände. Insgesamt bleibt die Maisverarbeitung zu Ethanol in diesem Wirtschaftsjahr aber auf dem vorausgesagten Niveau. Bei den Exporten in der Woche zum 8. März rechnen Analysten mit einer Menge von 1,3 bis 1,7 Mio. t.

Euro/US-Dollar: Der Euro stieg gestern zwischen zeitlich auf mehr als 1,24 US-$. Er gab aber wieder nach als EZB-Präsident Mario Draghi erneut feststellte, dass die EZB an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten werde. Heute Morgen notiert der Euro bei 1,2377 US-$.

 

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