Märkte am Morgen: Getreide

Weizenfläche in den USA schrumpft


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Die US-Farmer reagieren auf die niedrigen Weizenpreise und wechseln zur Sojabohne. Das USDA erwartet 2018 die kleinste Weizenfläche seit 99 Jahren.

Weizen: Die Weizennotierungen an der CBoT konnten gestern minimal zulegen. Der Dezember schloss bei 4,11 US$/bushel mit einem Plus von 1,25 Cent. Heute Morgen steht der Future mit 25 Cent im grünen Bereich. In Paris bremste der starke Euro den Weizen aus. Mit einem Minus von 25 Cent auf 156,75 €/t gab es aber auch keine große Bewegung nach unten.

Das USDA erwartet zur Ernte 2018 eine Weizenanbaufläche von 45 Mio. Arce (18,2 Mio. ha), das wären 1 Mio. Arce weniger als in diesem Jahr und die kleinste Weizenfläche seit 99 Jahren. Die Farmer reagieren damit auf die starke russische Konkurrenz, die auf den internationalen Märkten die Preise drückt. Auch bei der jüngsten Ausschreibung Ägyptens kam wieder russischer Weizen zum Zuge. Aus den USA wurden keine Gebote abgegeben.


Bis zum 15. November exportierte Russland in diesem Wirtschaftsjahr bereits 14,8 Mio. t Weizen (plus 26,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Insgesamt wurden 19,12 Mio. t (plus 29,5 Prozent) Getreide ins Ausland geliefert, teilte das Landwirtschaftsministerium in Moskau mit. 2016/17 exportierte Russland insgesamt 35,5 Mio. t Getreide, davon 27,1 Mio. t Weizen.

Mais: Mais gab in Chicago am Dienstag um 2,5 Cent auf 3,36 US-$/bushel nach. Nach der Rekordethanolproduktion in den vergangenen Wochen werden für heute von der EIA neue Zahlen veröffentlicht, die zeigen, ob sich der Trend fortsetzt. Befürchtet wird, dass die Verarbeiter wegen der gestiegenen Ethanolbestände auf die Bremse treten. Die Maisernte ist nach USDA-Angaben zu 95 Prozent abgeschlossen, das ist gegenüber der Vorwoche ein Fortschritt von 5 Prozent. Vor allem in Wisconsin, wo sich die Ernte bisher stark verzögerte, wurde der Rückstand aufgeholt.

Für das kommende Jahr rechnet das USDA mit einer Maisfläche von 91 Mio. Arce (36,8 Mio. ha), das wären 600.000 Arce mehr als 2017. Die Erntemenge könnte dann mit 368,8 Mio. t knapp unter dem Ergebnis aus diesem Jahr liegen. Die Endbestände würden um 3 Mio. t auf 66,2 Mio. t steigen. An der Matif gab Mais um 50 Cent auf 153 €/t nach.

Euro/US-Dollar: Der Euro hat gestern leicht nachgegeben und notiert heute bei 1,1852 US-$.

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