Märkte am Morgen: Ölsaaten

AgRural setzt die Schere an


Sojabohnen im Süden Brasiliens leiden unter Hitze und Trockenheit. Die Handelsgespräche in Peking bringen keine konkreten Ergebnisse.

Sojakomplex: Nach den Verlusten vom Dienstag konnte die Bohne am Mittwoch in Chicago wieder Gewinne verbuchen. Mit einem Plus von 5,25 Cent schloss der Januar bei 911,50 Cent/bushel, notiert heute Morgen bei 908 Cent/bushel (288,67 €/t) aber leicht schwächer. Sojaschrot legte um 1,40 US-$ auf 319,00 US-$/short tons (303,28 €/t) zu. Sojaöl gewann 0,14 Cent auf 28,32 Cent/pound (540,17 €/t).

Die dreitägigen Handelsgespräche zwischen den USA und China brachten keine greifbaren Ergebnisse. Die Vertreter aus den USA gaben im Anschluss bekannt, dass China versprochen habe, eine „beträchtliche Menge“ an US-Gütern zu kaufen. Um welche Waren und welchen Wert es sich dabei handelt, blieb offen.

In Brasilien trüben sich die Aussichten für die Sojaernte ein. AgRural kürzte die Prognose auf 116,9 Mio. t, das sind 4,5 Mio. t weniger als in der Schätzung vom 30. November. Gegenüber der Rekordernte aus dem Vorjahr würde die Menge um 3 Mio. t sinken. Allerdings wäre die aktuelle Ernte noch immer die zweitgrößte in der brasilianischen Geschichte. Die Bestände leiden unter Hitze und unregelmäßigen Regenfällen. Dies beschleunigt die Abreife, sodass das Erntetempo deutlich höher ist als in den Vorjahren. Sollten die Wetterbedingungen ungünstig bleiben, sind weitere Ertragsverluste nicht auszuschließen, heißt es in dem Bericht. Mit 2,5 Mio. t sind die Kürzungen im Bundesstaat Paraná am stärksten, gefolgt von Mato Grosso do Sul mit 1 Mio. t.

Raps: Der festere Euro setzte gestern dem Raps an der Matif zu. Der Februar-Kontrakt schloss mit einem Minus von 1,25 bei 367,25 €/t. Canola gab um 50 Cent auf 483,80 kan-$/t nach. In der Ukraine wurde auf 3,2 Mio. ha Winterraps gepflanzt. Die Bestände sind nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums überwiegend in einem guten Zustand.

Palmöl: Die Notierungen stiegen in Malaysia am Mittwoch auf ein Zwei-Monats-Hoch. Für die Entwicklung sind vor allem saisonale Faktoren verantwortlich. In den kommenden Monaten sinkt die Produktion, während mit einem Anstieg der Exportnachfrage gerechnet wird. Heute Morgen notiert Palmöl bei 2.178 MYR/t leicht schwächer.

Rohöl: Auf dem Ölmarkt bleibt die Stimmung bullisch. Saudi-Arabien bekräftigte die Absicht, Produktion und Exporte in den kommenden Monaten zu drosseln. Parallel dazu könnte eine Entspannung im Handelsstreit die Nachfrage stützen. Heute Morgen notiert das Fass Brent bei 60,80 US-$ und WTI wird mit 51,73 US-$ gehandelt.

Euro/US-Dollar: Trotz der anhaltenden Unsicherheit über den Brexit konnte der Euro gestern deutlich zulegen und den höchsten Stand seit Oktober erreichen. Äußerungen von Fed-Mitgliedern, bei denen eine zurückhaltende Zinspolitik für das Jahr 2019 in den USA angedeutet wurde, setzten den US-Dollar unter Druck. Heute Morgen notiert der Euro bei 1,1563 US-$ erneut fester.

 

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