Märkte am Morgen: Ölsaaten

Brasilien bleibt auf Rekordkurs


Überraschend hohe Erträge machen eine erneute Rekordernte in Brasilien wahrscheinlicher. Die Börse in Chicago reagiert gelassen.

Sojakomplex: Nach den Verlusten am Ende der vergangenen Woche konnten sich die Sojanotierungen in Chicago am Montag leicht erholen. Der auslaufende März-Future schloss mit einem Plus von 4 Cent bei 10,33 US-$/bushel (307,95 €/t), der Mai legte um 1,75 Cent auf 10,41 (US-$/bushel (310,26 €/t) zu. Sojaschrot verlor dagegen um 1,90 US-$ auf 369,80 US-$/short ton (329,59 €/t). Sojaöl gewann 0,14 Cent auf 31,56 Cent/pound (564,32 €/t).

Die private brasilianische Beratungsorganisation Safras & Mercado hob ihre Schätzung für die Sojaernte um 1,6 auf 117,3 Mio. t an und nähert sich damit der Schätzung von AGRural mit 117,9 Mio. t. Die brasilianischen Experten sind damit deutlich optimistischer als das USDA, das im Februar-Wasde 113 Mio. t veröffentlichte. Safras & Mercado rechnet nach seiner Umfrage mit durchschnittlichen Erträgen von 3,39 t/ha, damit würde das Rekordergebnis aus dem Vorjahr von 3,37 t/ha leicht übertroffen. Weil die Erntefläche um 3,9 Prozent auf 35,14 Mio. ha wächst, liegt die erwartete Gesamtmenge nun deutlich über dem Ergebnis von 2017. In fast allen Bundesstaaten seien die Erträge besser als erwartet, in einigen werde mit neuen Ertragsrekorden gerechnet.


Raps: Die Notierungen für Raps gaben in Paris und Winnipeg weiter nach. An der Matif schloss Raps mit einem Minus von 1,50 € bei 344,75 €/t. Canola gab 2,50 Can-$ auf 512,40 Can-$ ab. Während in Deutschland nach der Kältewelle im Februar Schäden befürchtet werden, entwickeln sind die Rapsbestände in der Ukraine gut. Nach Angeben des Landwirtschaftsministeriums gibt es nur auf 0,1 Prozent der Fläche von gut 1 Mio. ha Totalausfälle. Auf 56,2 Prozent der Flächen sei der Zustand der Pflanzen gut. Insgesamt ist die Bewertung die beste in den vergangenen vier Jahren.

Palmöl: In Malaysia konnten sich die Palmölnotierungen am Montag leicht von ihren Tiefstständen erholen. Der Mai legte um 4 Ringgit auf 2.381 MYR/t zu. Heute Morgen stehen die Palmöl-Futures mit durchschnittlich 20 Ringgit im Plus. Trotz allem bleibt die Stimmung gedrückt. Zwar fiel die Produktion jahreszeitlich bedingt im Februar auf 1,34 Mio. t, doch das war der höchste Februar-Wert seit dem Jahr 2000. Das Exportgeschäft schwächelt weiter. Händler sehen für den 1. bis 10. März gegenüber dem gleichen Februarzeitraum einen Rückgang von 12,1 Prozent. Die Palmölbestände in Malaysia gingen Ende Februar um fast 3 Prozent auf ein Vier-Monats-Tief von 2,48 Mio. t zurück, lagen aber immer noch über einer Reuters-Prognose von 2,37 Mio. t.

Rohöl: Der Ölpreis gab gestern leicht nach. Der Preis für das Fass Brent fiel auf unter 65 US-$ und notiert heute Morgen bei 64,87 US-$. WTI gab gut 1 Prozent nach und wird heute Morgen mit 61,24 US-$ gehandelt.

Euro/US-Dollar: Währungstechnisch verlief der Montag ruhig. Der Euro bewegte sich bei 1,23 US-$ seitwärts. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs auf 1,2302 (Freitag: 1,2291) US-$ festgesetzt. Heute Morgen notiert der Euro bei 1,2327 US-$.

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