Märkte am Morgen: Ölsaaten

Canola läuft nur langsam auf


In den USA wird spekuliert, wie sich Wetter und Politik auf den Sojaanbau auswirken. In Kanada leidet Canola unter Trockenheit und Kälte.

Sojakomplex: Nach den Verlusten vom Dienstag konnte die Bohne am Mittwoch wieder zulegen. Der Juli schloss mit einem Plus von 6,5 Cent bei 828,5 Cent/bushel und notiert heute Morgen bei 825,75 Cent/bushel (272,18 €/t) schwächer. Sojaschrot stieg um 3,00 auf 298,30 US-$/short tons und wird vorbörslich bei 297,70 US-$/short tons (293,35 €/t) gehandelt. Die Notierungen für Sojaöl zogen um 0,17 Cent auf 27,31 Cent/pound an und fielen über Nacht auf 27,14 Cent/pound (536,63 €/t).

Schwer abzuschätzen bleibt, welche Anbauentscheidungen die Farmer angesichts der ungünstigen Witterungebedingungen treffen. Sollten die Böden zu nass bleiben, bestünde die Möglichkeit, eine Versicherung in Anspruch zu nehmen, die Entschädigungen im Falle einer Verhinderung der Aussaat zahlt. Die von der US-Regierung in Aussicht gestellten Ausgleichszahlungen – im Gespräch sind 2,00 US-$/bushel – könnten aber auch dazu führen, dass mehr Bohnen gepflanzt werden. Erst Ende Juni wird sich zeigen, wie sich die Farmer entschieden haben.


Raps: In den Canola-Anbaugebieten Kanadas warten die Landwirte auf Regen. Die trockene Witterung hat zwar für eine zügige Aussaat gesorgt, nun sind die keimenden Pflanzen aber auf Niederschläge und höhere Temperaturen angewiesen. Die Furcht vor Ertragseinbußen stützt die Kurse in Winnipeg. Canola schloss am Mittwoch mit einem Plus von 3,40 bei 445,80 kan-$/t. In Europa haben Niederschläge die Aussichten für die Rapsernte verbessert. An der Matif verbuchte der Frontmonat August im Windschatten des Soja- und Canolamarkts einen Gewinn von 75 Cent auf 365,75 €/t.

Palmöl: An der Börse in Malaysia fand am Mittwoch wegen eines Feiertags kein Handel statt. Heute Morgen steht der umsatzstärkste August-Kontrakt mit 29 Ringgit bei 2.057 MYR/t deutlich im Minus.

Rohöl: Steigende Lagerbestände und eine hohe Produktion in den USA sorgten am Mittwoch für fallende Ölnotierungen. Die Rohölbestände erreichten in den USA den höchsten Wert seit 21 Monaten. Die EIA meldete gestern in ihrem wöchentlichen Bericht einen Anstieg um 4,75 auf 476,8 Mio. Barrel. Händler hatten einen Rückgang um 1,7 Mio. Barrel erwartet. Die Tagesproduktion stieg um 0,8 Prozent auf 12,2 Mio. Barrel und liegt damit nur knapp unter dem vor vier Wochen aufgestellten Rekord von 12,3 Mio. Barrel.

Euro/US-Dollar: Die US-Notenbank (Fed) scheint vorerst keine weiteren Anhebungen der Leitzinsen zu planen. So interpretierten Anleger das gestern Abend veröffentlichte Protokoll der Sitzung des Zinsausschusses vom 1. Mai. Der Euro bewegt sich weiter unterhalb von 1,1200 US-$ seitwärts und gibt heute Morgen leicht auf 1,1149 US-$ nach.

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