Märkte am Morgen: Ölsaaten

China kauft Bohnen in den USA


Pünktlich zum Beginn neuer Handelsgespräche importiert China wieder Sojabohnen aus den USA. Die Börse reagiert verhalten.

Sojakomplex: Der Auftakt zu einer neuen Verhandlungsrunde im Handelsstreit hält die Hoffnungen auf eine größere chinesische Nachfrage in den USA am Leben. Die Bohne konnte am Montag erneut im Plus schließen, gewann aber nur noch 2,75 auf 912,25 Cent/bushel und notiert heue Morgen bei 911,75 Cent/bushel (292,76 €/t) leicht schwächer. Sojaschrot legte um 3,10 auf 318,20 US-$/short tons (305,57 €/t) zu und wird heute Morgen unverändert gehandelt. Sojaöl fiel um 0,15 Cent auf 28,26 Cent/pound (544,51 €/t).

Gestützt wurde der Markt durch die Trockenheit in Brasilien und durch die Nachricht, dass staatliche chinesische Handelsunternehmen 180.000 t in den USA gekauft haben. Einige Händler sprachen sogar von Abschlüssen, die sich auf 900.000 t summieren. Offizielle Angaben fehlen, weil das USDA die täglichen Berichte über das Exportgeschehen wegen des teilweisen Regierungsstillstands ausgesetzt hat. Euphorie lösen Nachrichten über China-Exporte inzwischen ohnehin nicht mehr aus, denn das Exportdefizit der USA bleibt wegen des Rückgangs der chinesischen Nachfrage groß. Daran können auch die deutlich gestiegenen Sojaexporte in die EU nur wenig ändern.


Das USDA berichtete am Montag für die Woche bis zum 3. Januar von 673.000 t Sojaexporten, das waren 11 Prozent weniger als in der Vorwoche und 44,6 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Raps: An der Matif hat sich der Handel am Montag nach den Feiertagen wieder etwas belebt. Die Notierungen bewegten sich allerdings weiter in einem schmalen Kanal seitwärts. Der Februar schloss unverändert bei 367 €/t, spätere Termine verbuchten kleine Gewinne. Trotz eines festeren kanadischen Dollars konnten die Canola-Notierungen in Winnipeg am Montag um 2,70 kan-$ zulegen und schlossen bei 481,10 kan-$/t.

Die Rapsimporte der EU lagen bis zum 6. Januar mit 2,26 Mio. t um 5 Prozent über dem Zwischenergebnis aus dem Vorjahr. Mit einem Anteil von 82,5 Prozent ist die Ukraine der wichtigste Lieferant. Kanada exportierte bisher 180.000 t nach Europa.

Palmöl: Die Palmölnotierungen in Malaysia geben am Montag leicht nach. Der meistgehandelte März-Kontrakt schloss mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 2.160 MYR/t. Nach der Rally der vergangenen Woche erfolgte eine Korrektur. Der Markt wartet nun auf neue Zahlen zur Produktion, dem Export und den Lagerbeständen, die am Donnerstag vom Malaysian Palm Oil Board (MPOB) veröffentlicht werden.

Rohöl: Ein schwächerer US-Dollar, steigende Aktienmärkte sowie Berichte, nach denen Saudi-Arabien seine Exporte im Januar reduzieren will, stützten den Markt am Montag. Die Ölnotierungen konnten aber nur noch leicht zulegen und geben die Gewinne heute Morgen wieder ab. Das Fass Brent wird mit 57,23 US-$ gehandelt, WTI kostet am Morgen 48,46 US-$.

Euro/US-Dollar: Spekulationen um die Zinspolitik der US-Notenbank setzten den US-Dollar unter Druck. Trotz schwacher Konjunkturdaten und fallender Aktienkurse kann der Euro am Montag gegenüber dem US-Dollar zulegen und notiert heute Morgen bei 1,1442 US-$.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats