Märkte am Morgen: Ölsaaten

China kauft weniger US-Sojabohnen


Die Freude darüber, dass China endlich wieder US-Sojabohnen kauft, währt nur kurz. Denn es könnte nur ein kurzes Aufflackern sein, da in Südamerika eine große Sojabohnenernte heranwächst. Die Kurse geben ihre Gewinne wieder ab.

Sojakomplex: An der CBoT verzeichneten Sojabohnen, - schrot und – öl Verluste. Dabei hatte das US-Landwirtschaftsministerium USDA am Donnerstag versichert, dass China US-Bohnen gekauft habe. Allerdings waren es nicht die Mengen, die sich Händler erhofft haben von 1,5 bis 1,8 Mio. t. Laut USDA waren es rund 1,13 Mio. t US-Bohnen. Diese Richtigstellung führte zu einer großen Verunsicherung am Markt, da nun die Händler abwarten, wie viel Soja China überhaupt kaufen wird. Zwar besteht durchaus die Möglichkeit, dass China durchaus Sojabohnen in den USA kaufen könnte, jedoch wächst in Brasilien eine große Sojabohnenernte heran, die das Kaufinteresse in den USA mindern könnte. Die US-Exportverkäufe von Sojabohnen in der wöchentlichen Statistik des USDA liegen bei 795.300 t und übertrafen damit für die 1. Dezemberwoche die Erwartungen des Handels. Hingegen lagen die Sojaschrotausfuhren mit 50.500 t aus sowie 5.900 t für das Sojaöl unterhalb der Erwartungen.

Die Januar-Bohne an der CBoT sank am Donnerstag um 13 auf 9,07 US-$/bushel (umgerechnet 293,30 €/t). Das Sojaschrot für Januar gibt 4,10 auf 308,50 US-$/short tons (umgerechnet 299 €/t) ab.

Raps: Die Canola-Futures an der kanadischen ICE-Plattform endeten am Donnerstag schwächer, ausgelöst vom Sturz an den Sojamärkten an der Chicagoer Börse. Der Januarkontrakt gibt um 2,20 auf 482,90 can.-$/t nach. Eine Schwäche des kanadischen Dollarkurses verhinderte einen größeren Fall. Uneinheitlich präsentiert sich der Rapshandel an der Euronext in Paris. Der Frontmonat Februar schließt am Donnerstag unverändert bei 369,50 €/t. Der folgende Mai-Kontrakt tendiert zur Schwäche bei ebenfalls 369,50 €/t.

Palmöl: An der Börse Malaysia Derivatives Exchange  in Kuala Lumpur kommt es zu einer leichten Erholung am Donnerstag. Händler führen dies auf eine leicht bessere Stimmung an den internationalen Märkten zurück. Die Benchmarke für Palmöl zur Auslieferung im Februar zog um 0,7 Prozent auf 2.046 Ringgit/t  (umgerechnet 489,71 US-$/t).

Rohöl: Die Ölpreise haben am Donnerstag etwas zugelegt. Die  Nordseesorte Brent kostete 60,24 US-$/Barrel (159 Liter). Das waren 13 Cent mehr als am Vortag. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 26 Cent auf 51,50 US-$/Barrel. Die Kursausschläge hielten sich im Tagesverlauf in engen Grenzen. Die Internationale Energieagentur (IEA) will nicht ausschließen, dass das Ölangebot trotz der zuletzt angekündigten Förderkürzung durch Opec-Länder auch 2019 zu hoch sein könnte. 

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