Märkte am Morgen: Ölsaaten

China storniert erneut US-Bohnen


Der Sojamarkt reagiert nur kurz auf das Hilfspaket der US-Regierung. Die Rapsmärkte in Paris und Winnipeg gehen verschiedene Wege.

Sojakomplex: Die Sojanotierungen in Chicago gaben am Dienstag leicht nach. Die August-Bohne verlor 2 Cent auf 8,48 US-$/bushel (266,70 €/t). Sojaschrot stieg dagegen um 1,10 US-$ auf 328,00 US-$/bushel (308,62 €/t) während Sojaöl um 0,25 Cent auf 27,97 Cent/pound (528 €/t) fiel. Die Ankündigung der US-Regierung, den vom Handelsstreit mit China betroffenen Farmern mit einem 12-Milliarden-Dollar-Hilfsprogramm unter die Arme zu greifen, hatte die Notierungen für die Bohne zunächst steigen lassen, sorgte aber für keinen nachhaltigen Stimmungsumschwung.

Mike North, Präsident der Commodity Risk Management Group, glaubt nicht, dass die Hilfsgelder einen positiven Einfluss auf die Sojapreise in den USA haben werden. Eher könnte das Gegenteil eintreten, denn durch die Subventionen fehle ein Anreiz die Produktion zu drosseln. Langfristig könnte das Programm sich deshalb sogar negativ auswirken, sagte North dem Magazin Successful Farming.

Im täglichen Meldesystem des USDA wurde die Stornierung einer Lieferung einer Sojalieferung von 165.000 t Sojabohnen nach China bekanntgegeben. Die wöchentlichen Exporte bis zum 19. Juli summierten sich auf 722.000 t, das waren 13,3 Prozent mehr als vor einer Woche und 12,5 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Raps: Der europäische Rapsmarkt sucht weiter nach Orientierung. Am Dienstag schlossen die meisten Kontrakte an der Matif mit leichten Verlusten. Nur der November konnte sich bei 366 €/t halten. In Winnipeg stiegen die Notierungen. Der November legte um 3,20 Can-$ auf 489,90 Can-$/t. Trockenheit im südlichen Alberta und zu hohe Temperaturen und zu niedrige Niederschlagsmengen schmälern die Ertragsaussichten.

Palmöl: Die Palmölnotierungen in Malaysia gaben am Dienstag erneut nach. Der meistgehandelte Oktober-Kontrakt schloss mit einem Minus von 17 Ringgit bei 2152 MYR/t. Heute warten die Händler auf die Veröffentlichung neuer Exportdaten. Angesichts einer saisonal steigenden Produktion ist eine Verbesserung des Exportgeschäfts notwendig, um die Kurse zu stabilisieren.

Rohöl: Die Hoffnung auf eine steigende Nachfrage Chinas sorgte am Dienstag für steigende Ölnotierungen. Heute Morgen notiert Brent bei 73,93 US-$/barrel. Das Fass WTI wird mit 68,76 US-$ gehandelt.

Euro/US-Dollar: Die Devisenmärkte blieben gestern relativ ruhig. Vor der EZB-Sitzung am Donnerstag gab der Euro leicht nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1706 (Montag: 1,1716) US-$ fest.

 

 

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China Rapsmarkt

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