Märkte am Morgen: Ölsaaten

Indien erhöht Importzölle

Der Sojakomplex arrangiert sich mit den Regenmeldungen in Südamerika. Indien verlangt höhere Importzölle für Palmöl.

Die US-Lieferungen von Sojabohnen in der Vorwoche beziffert das US-Landwirtschaftsministerium mit 1,4 Mio. t. Doch weitaus stärkeres Gewicht haben die optimalen Wetteraussichten mit ausreichend Regen in den Hauptanbaugebieten von Sojabohnen in Argentinien und Brasilien auf den Kursverlauf am Donnerstag. Die Futures für Sojabohnen an der Börse in Chicago notieren mit 9,67 US-$/bushel zur Lieferung im März schwächer. Das Sojaschrot folgt mit einem Rückgang auf 321 US-$/short ton.

Die Rosario Getreidebörse schätzt die neue Sojabohnenernte in Argentinien auf 54,5 Mio.t und damit unterhalb der Schätzung des US-Landwirtschaftsministeriums. Die Prognose ist mit Unsicherheiten behaftet, denn noch ein Drittel der Anbauflächen in Argentinien sind nicht mit Sojabohnen ausgesät. Dies soll in den kommenden zwei Wochen geschehen, je nachdem wie sich die Regenfälle verteilen.

 

Raps: An der Euronext ist der Rapshandel ruhig. Nur eine steigende Importnachfrage könnte für Bewegung sorgen. Sie wird im Februar erwartet. Der Frontmonat Februar in Paris schließt um 0,75 auf 358 €/t schwächer. Die Canola-Kurse werden von dem schwachen Sojakomplex in Chicago nach unten gezogen und enden am Donnerstag bei 493,30 can.$/t.

 

Argentinien hat einen Exportzoll für Biodiesel in Höhe von 8 Prozent eingesetzt. Das Land will sich damit etwas von den Vorwürfen der Anti-Dumpingzölle lösen. Gerade die USA wehren sich gegenüber den günstigen Biodieselimporten aus Argentinien.

 

Palmöl: Trotz des Preisrückgangs bleibt die internationale Nachfrage nach Palmöl niedrig, was den Kursen nochmals einen Dämpfer verpasst. Die Endbestände in Malaysia wachsen auf 2,56 Mio. t im November, der höchste Stand seit 2015.
Die Hoffnungen der Händler ruhen auf einen steigenden Bedarf vor dem chinesischen Neujahresfest im Februar. 

Ein weiterer Grund für die schwachen Notierungen sind rückläufige Exporte wegen der höheren Importzölle in Indien. Die Regierung hat die Zollsätze für Palmöl auf 30 Prozent und 40 Prozent für verarbeitetes Palmöl angehoben. Zudem verteuert ein anziehender Ringgitkurs die Einkaufspreise für ausländische Käufer. Der Kurs vom Donnerstag an der Börse in Kuala Lumpur liegt bei 2.430 Ringgit/t, umgerechnet 596 US-$/t.

Rohöl: Die Ölpreise starten am Freitag verhalten. Am Morgen kostete die Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar 63,39 US-$/Barrel. Das waren acht Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Januar-Lieferung stieg um 14 Cent auf 57,18 US-$/Barrel.






stats