Märkte am Morgen: Ölsaaten

Südamerika erntet erste Sojabohnen

In Asien, in den USA und Kanada sind am heutigen Montag viele Börsen wegen Feiertagen geschlossen. Rohöl kann sich leicht erholen.

 

Sojakomplex:
Der gesamte Sojakomplex beendet die vergangene Woche nach einem fulminanten Start am vergangenen Freitag im Minus. Selbst Sojaschrot kann dem Sog nichts mehr entgegensetzen und steuert im Frontmonat März auf ein Minus mit 373,30 US-$/short ton, umgerechnet 331,69 €/t, hin. Erst die Folgetermine verzeichnen wieder Gewinne.

Die Sojabohnenpreise zeigten nach einer soliden Woche am Schluss einige kleine Verluste. Der März-Kontrakt fiel um 2,75 Cent auf 10,21 US-$/bushel, umgerechnet 302,55 €/t.


Ein langes Wochenende in den USA sowie das Neujahrsfest in China schränken den Handel mit Ölsaaten erheblich ein. In den USA sind am heutigen Montag die Börsen wegen Präsident Washington's Geburtstag geschlossen. Die Märkte konzentrieren sich weiterhin auf den Start der argentinischen Sojabohnenernte. Die Getreidebörse in Buenos Aires stufte in einem Bericht zum Wochenende nur 11 Prozent der Ernte des Landes als gut oder ausgezeichnet ein. Mehr als die Hälfte der Produktion gilt als schlecht oder sehr schlecht bewertet. Die anhaltende Trockenheit dürfte die Ernteprognosen in Argentinien weiterhin nach unten treiben. Dies könnte die Wetterprämie noch höher drücken.

'Hot and Dry' bleiben die Aussichten für die meisten Regionen in Argentinien. Die Unsicherheit über den weiteren Kursverlauf nehmen die Händler mit in das lange Wochenende in den USA. An den chinesischen Märkten findet wegen des Neujahrsfestes, Lunar New Year, nur ein eingeschränkter Handel statt.

Dafür stimmte der Export von etwa 28.000 t Sojaöl für Südkorea positiv. Allerdings neigt an der CBoT Sojaölkurs weiterhin zur Schwäche und endet am Freitag bei 31,54 US-Cent/pound. In Brasilien ist die Sojabohnenernte Agenturmeldungen zufolge bis zu 17 Prozent abgeschlossen. Das sind neun Prozentpunkte weniger als im vergangenen Jahr. Klimaexperten sagen auch für die kommenden Wochen kaum Regen voraus.

Raps: Ein schwacher Kurs des kanadischen Dollars gab den Canola-Futures an der ICE Börse in Winnipeg zunächst Auftrieb. Doch die Schwäche des Sojakomplexes in Chicago brachte den März-Kontrakt an sein Limit. Am Freitagabend kam ein Plus von 1,90 auf 503,10s can. $/t heraus. Auch in Kanada drücken die hohen Altbestände von Raps sowie die Aussicht einer steigenden Aussaatfläche im Frühjahr. Am Freitag verlief der Handel nur eingeschränkt, es gab viele Feierlichkeiten im Land vor dem langen Wochenende. Einige kanadische Märkte sind wegen regionaler Feiertage sowie Louis Riel Day in Manitoba geschlossen. Der neue Frontmonat Mai für Raps an der Eurnonext verzeichnet einen kleinen Gewinn und schließt bei 350,25 €/t. Ein erstarkter Euro limitierte den Anstieg.

Palmöl: Die Börse in Kuala Lumpur war am Freitag wegen des Neujahrsfestes Lunar New Year geschlossen. Vor allem in China wird das Fest für das Jahr des Hundes monatelang vorbereitet, unter anderem werden sehr viele Sojabohnen und Pflanzenöle importiert. Der Handel beginnt wieder an diesem Montag.

Rohöl: Die Ölpreise haben am Freitag zugelegt. Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete 64,91 US-$/Barrel (159 Liter), 58 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März stieg um 31 Cent auf 61,65 US-$/barrel.

In der laufenden Woche haben die Ölpreise in der Tendenz zwar zugelegt, sie konnten aber nur einen Teil ihrer Verluste aus der vergangenen Woche wettmachen. Vor allem der Kurssturz an den Aktienbörsen zog das Rohöl ins Minus. Die Stimmung hat sich in der Vorwoche wieder gebessert. Überdies sei der Preisrutsch am Ölmarkt wegen des schwächeren US-Dollars vorerst gestoppt, kommentierten Commerzbank-Analysten.


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