Märkte am Morgen: Ölsaaten

Väterchen Frost hat Raps im Griff


Die Trockenheitsprobleme in Argentinien sind zu Beginn der Sojabohnenernte nicht vom Tisch, auch wenn immer wieder leichte Schauer in den Anbaugebieten angekündigt sind. Nicht überall ist der Raps von einer Schneedecke geschützt.

 

Sojakomplex: Die Getreidebörse Rosario in Buenos Aires schätzt noch eine Sojabohnenernte von 46,5 Mio. t, das sind mal eben 5 Mio. t weniger als in der letzten Schätzung angegeben. Niederschläge in Brasilien unterbrechen immer wieder die Erntearbeiten in Brasilien, was die Kurse an den Börsen stützt. Für die USA schätzt das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) für 2018 eine Sojabohnenproduktion von mehr als 4,3 Mrd. bushel. Dies verspricht hohe Bestände, da die Exporte nicht mehr wie geschmiert laufen. Auf dem Outlook-Forum des USDA sorgen Schätzungen für Aufsehen, wonach die Mais- und Sojabohnenfläche mit jeweils 90 Mio. acres fast gleichauf in den USA in diesem Jahr liegen dürften.

Gerade bei Sojabohnen hatten selbst Experten im Vorfeld nicht mit einem solchen Anstieg gerechnet. Am Ende des Börsentages an der CBoT können Sojabohnen zur Lieferung im März ihren guten Lauf ins Ziel bringen und enden bei 10,36 US-$/bushel, umgerechnet 309,74 €/t. Schrot gibt den Widerstand auf und rettet sich mit 375,50 US-$/bushel, umgerechnet 309,74 €/t, gerade noch ins Plus.  

Raps:
Die Futures an der ICE-Börse in Winnipeg notieren am vorigen Freitag erneut höher und profitieren von den Gewinnen an den Pflanzenölmärkten. Der März-Kontrakt für Canola zieht an auf 511,70 can.$/t. Es kam am Freitag zu technischen Käufen. Die Canola-Exporte sind gedämpft. An der Euronext kann Raps zum Wochenende richtig zulegen. Der Mai-Termin verbessert sich um 2,75 auf 356,25 €/t. Die Ölmühlen haben noch Bedarf in den kommenden Monaten. Der Dauerfrost könnte ungeschützte Rapspflanzen schädigen.

Palmöl: Die Palmölnotierungen in Malaysia schwächelten zum Wochenschluss an der Börse in Kuala Lumpur. Vom Ringittkurs kam keine Unterstützung und Sojaöl lieferte eine gute Performance an der CBoT ab. Der Frontmonat schloss bei 2.488 Ringgit/t, umgerechnet 635,50 US-$/t. Die Produktionszahlen sind nach Angaben der Vereinigung von Palmölproduzenten in den ersten drei Februarwochen um 6,4 Prozent und damit geringer als erwartet gefallen. Malaysia ist der zweitgrößte Palmölproduzent weltweit.

Rohöl: Der Preis für die US-Sorte WTI stieg zum Wochenende auf über 63 US-$/barrel (159 Liter). Das ist der höchste Stand seit zwei Wochen. Bereits am Donnerstag hatten die überraschend gesunkenen Rohöllagerbestände in den USA die Ölpreise beflügelt.

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