Märkte am Morgen: Ölsaaten

Wasde-Report lenkt vom Handelsstreit ab


Der Wochenstart beginnt mit Überraschungen. Wieder können sich die Sojabohnenkurse aus ihrem Tief herausholen. Für Argentinien dürfte der Wasde-Report heute eine weitere Kürzung der Produktionsmengen bereithalten.

Sojakomplex: Vor dem Wasde-Report warten Analysten mit ihren privaten Schätzungen auf. So rechnet BAGe mit einem weiteren Rückgang der argentinischen Sojabohnenernte um 1,5 auf rund  38 Mio. t. Die Ernte ist derzeit zu knapp 20 Prozent eingefahren, schwache Erträge zeichnen sich immer deutlicher ab. Händler rechnen jedoch damit, dass das USDA in seinem Wasde-Report heute die Exportchancen in Argentinien wieder etwas besser einstuft. Auch in die EU können sich die US-Sojaexporte derzeit sehen lassen. Viele Analysten rechnen mit einer Sojabohnenproduktion in Brasilien in Höhe von rund 115 Mio. t. An der Börse in Chicago werden die Händler am heutigen Dienstag warten, bis der Wasde-Report draußen ist. Die Woche startete am Montag mit einer regen Umsatztätigkeit bei Sojabohnen und Sojaschrot. Die Futures holen mächtig auf. Die Mai-Bohne schließt am Montag bei 10,47 US-$/bushel (umgerechnet rund 312 €/t). Das Schrot verbessert sich an der CBoT auf 389,75 US-$/short tons (348 €/t).

Raps: An der Euronext büßt Raps nahezu seinen Vorsprung vom vergangenen Freitag wieder ein. Der Mai-Termin gibt 2,50 auf 350 €/t ab. Die weitere Entwicklung dürfte uneinheitlich bleiben. Das Angebot an Rapssaat ist begrenzt.


An der ICE Börse im kanadischenWinnipeg endete der Wochenbeginn uneinheitlich. Zunächst erhielten die Canola-Notierungen Unterstützung vom Sojakomplex in Chicago, um dann trotz regen Umsätzen mit leichten Verlusten aus dem Handel zu gehen. Nach den spekulativen Käufen setzen Gewinnmitnahmen ein, die den Schlusskurs auf 531 kann.-$/t drückten.  


Rohöl:
Die Ölpreise beginnen sich wieder etwas zu erholen von den Verlusten nach Ostern. Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni notierte am Montag bei 67,43 US-$/Barrel (159 Liter). Das waren 32 Cent mehr als am vergangenen Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) im Mai stieg um 27 Cent auf 62,33 US-$/barrel.

Marktbeobachter sprechen von einer leichten Gegenbewegung. Der Handelsstreit zwischen den USA und China belastet die Ölmärkte sehr. US-Präsident Donald Trump hatte seine Behörden angewiesen, zusätzliche Strafzölle auf Importe aus China in Höhe von 100 Mrd. US-$ zu prüfen. Er begründete dies mit "unfairen Vergeltungsmaßnahmen Chinas". Die Börsen sind alarmiert, der Handelsstreit könne die Weltwirtschaft bremsen und zu einem Rückgang der Ölnachfrage führen. 


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