Märkte am Morgen: Ölsaaten

Argentinien will Exportsteuer einfrieren


Die argentinische Regierung plant, die Exportsteuersenkungen zu stoppen. Der Rohölpreis ist am Donnerstag gefallen.

Große Aufregung unter den Farmern in Argentinien. Wie Agenturen berichten, beabsichtigt die Regierung in Buenos Aires, die bisher übliche kontiunierliche Senkung der Exportsteuern für Sojabohnen einzustellen. Dies würde die Farmer hart treffen. Denn die argentinische Sojabohnenernte war in diesem Jahr sehr schlecht ausgefallen zunächst durch eine Dürre und dann zur Ernte wegen starker Regenfälle.

Die Exportsteuer begann bei 30 Prozent und wird jeden Monat um einen halben Prozentpunkt für zwei Jahre gekürzt. Die Abgabe beträgt derzeit 27,5 Prozent. Farmer und Exporteure hatten bis Ende 2019 mit dem weiteren Rückgang gerechnet. Die vier größten Bauerngruppen des Landes schickten einen Brief an Präsident Mauricio Macri, in dem sie um ein Treffen baten, um gegen das Einfrieren der Steuersenkungen zu sprechen.

Sojakomplex: Sojabohnen können im Handelsverlauf am Donnerstag an der Börse in Chicago ihre anfängliche Gewinne nicht halten und schließen am Ende des Tages nachgebend. Noch immer sind die Händler unsicher, ob sie den Meldungen glauben sollen, dass sich die Handelsbeziehungen der USA mit China entspannen. Nun herrscht neue Verunsicherung, weil die US-Regierung Einfuhrzölle für Autos prüfen will.

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) berichtet über US-Sojabohnenverkäufe der neuen Ernte an einen unbekannten Käufer und Ort in Höhe von 264.000 t. Die Gesamtexporte für die Woche lagen bei 903.900 t, fast doppelt so viel wie in der Vorwoche. Sojabohnen gingen nach China (133.200t), Mexiko (114.500 t), Bangladesch (113.300 t), Deutschland (75.200 t) und Vietnam (74.400 t).
In Chicago fielen die Juli- Sojabohnen um 3,5 Cent auf 10,35 US-$/bushel (umgerechnet  324,92 €/t). Das Schrot schließt mit 377,30 (umgerechnet 354,77 €/t) US-$/short tons ebenfalls schwächer. Am Freitag geht es wieder mit leichten Gewinnen im vorbörslichen Handel aufwärts.

Raps: An der Pariser Börse Euronext kann sich der Rapskontrakt für den Erntemonat August behaupten und geht mit einem Plus von 3,75 €/t mit 363 €/t aus dem Handel.  Die ICE-Futures für Canola an der kanadischen Börse in Winnipeg lassen sich von der Abwärtsbewegung in Chicago nicht abschrecken und schließen bei 539 kan.-$/t.

Palmöl: Der Benchmark-Kontrakt an der Börse in Kuala Lumpur schloss am Donnerstag leicht fester bei 2.492 Ringgit/t (umgerechnet 625,89 US-$/t). Berichten der Nachrichtenagentur Reuters zufolge, plant die chinesische APEX –Börse, neue Futures für Landwirtschaft, Energie, Petrochemie und Metalle anzubieten. Rund 5 Mio. t Pflanzenöle importiert China jährlich. Davon entfallen rund 70 Prozent auf Palmöl. Allerdings hat sich die Nachfrage etwas abgeschwächt aufgrund der hohen Sojabohnenimporte. China ist nach Indien der zweitgrößte Einkäufer von Palmöl auf dem Weltmarkt. Indonesien und Malaysia produzieren rund 90 Prozent des Palmöls.

Rohöl: Die Ölpreise sind am Donnerstag gefallen. Die US-Bestände sind weitaus höher als erwartet wie die US-Regierung meldet. Analysten waren von einem Rückgang ausgegangen. Die Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juli kostete 79,44 US-$. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 26 Cent auf 71,58 US-$.


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