Märkte am Morgen: Ölsaaten

Raps orientierungslos


Je nachdem, wer gerade Gesprächsbereitschaft signalisiert, die USA oder China, steigen oder fallen die Rohölpreise. Die Rapspreise nehmen einen ungewöhnlichen Verlauf.


Sojakomplex: 
Die Sojabohnen-Futures gaben am Freitag, einen Tag nach Veröffentlichung des Wasde-Reports, an der CBoT nach. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hatte für die USA und weltweit über einen Anstieg der Sojabohnenbestände berichtet. Ferner erwartet das USDA aufgrund des Handelskonfliktes  zwischen den USA und China, dass die USA weniger Sojabohnen nach China exportieren werden und China sich mehr in Brasilien umschauen dürfte. Die Sojabohnen-Futures stürzten am Freitag auf ein neues Jahres-Tief. Der August-Termin verlor 15 Cent auf 8,18 US-$/bushel (umgerechnet 256,95 €/t). Das Schrot geht mit 326 US-$/short tons (umgerechnet 307 €/t) schwächer aus dem Handel.

Brasilianischen Schätzungen zufolge werden die dortigen Bauern ihre Sojabohnenaussaat ausdehnen. Die Produktion soll einen neuen Rekord erreichen.

Raps: Die Canola-Futures an der kanadischen ICE-Börse in Winnipeg  haben am vergangenen Freitag in der fünften Sitzung in Folge nachgegeben. Sie erreichten für den November mit 485,10 Can-$/t das niedrigste Niveau seit Oktober 2017. Vor allem der Abwärtstrend des Soja-Komplexes an der Chicagoer Börse belastete die kanadischen Werte. Aus den Erntegebieten kommen überwiegend gute Nachrichten. Sie erhöhten den Druck an der ICE-Börse. Allerdings gibt es auch aus einigen Teilen in den Prärien nach wie vor Probleme, um einen grundlegenden Umschwung herbeizuführen.
An der Pariser Börse Euronext gab es im Rapshandel am vergangenen Freitag einen ungewöhnlichen Verlauf. Der Erntemonat August steigt um 1 auf 359,25 €/t, dagegen schließen alle Folgetermine im Minus. Der November steht bei 363,25 €/t.

Palmöl: Die Palmöl-Futures an der Börse in Kuala Lumpur erlebten im freien Fall ihren niedrigsten Stand seit drei Jahren am Freitag. Das Palmöl folgt damit der rückläufigen Entwicklung internationaler pflanzlichen Öle. Die Benchmarke in Malaysia zur Lieferung im September gibt um 1,8 Prozent auf 2.147 Ringgit/t (530,12 US-$/t) nach.

Rohöl: Die Ölpreise sind wieder gestiegen. Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostet 75,80 US-$/barrel (159 Liter). Der Preis für der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im August steigt am Wochenende auf 71,62 US-$/barrel. 

Im Verlauf der vergangenen Woche hatte die Sorge vor einem Handelskrieg zwischen den USA und China die Ölpreise noch stark belastet.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats