Märkte am Morgen: Ölsaaten

Investoren stürmen Sojakomplex


Nach den heftigen Korrekturen an den Aktienmärkten schauen sich Investoren nach Agrarrohstoffen um. Die Fortführung der Handelskriege, der ungeregelte Brexit, steigende Rohölpreise und der voraussichtlicher Zinsanstieg in den USA bringen Unruhe.

Sojakomplex: Die Sojabohnen-Futures an der Chicago Board of Trade (CBoT) legten am vorigen Freitag,  auch einen Tag nach der Veröffentlichung des Oktober-Wasde, weiter zu. Anleger waren auf der Suche nach einem Ort zum Parken ihres Geldes. Sojabohnen verzeichneten ein breites Kaufinteresse. Die wöchentlichen Exportzahlen von US-Sojabohnen von etwa 440.000 t lagen jedoch deutlich unter den Handelsschätzungen, was die Kurse belastete. Der November-Kontrakt für Sojabohnen verbesserte sich am vergangenen Freitag um 9,25 auf 8,67 US-$/bushel (umgerechnet 275,33 €/t). Schrot pendelt nahezu unverändert bei 316,90 US-$/short tons (umgerechnet 301,75 €/t). Am Montag morgen stehen die Sojabohnenkurse auf rot.

 

Raps: Die Canola-Kontrakte an der ICE-Plattform schlossen am Freitag nahezu unverändert. Die Gewinne an der CBoT bei Sojabohnen und -öl sorgten am Markt für Canola für Spillover-Unterstützung. Spreads zwischen Sojabohnen und Canola waren vernatwortlich für den Kursrückgang, da Investoren laut einem Händler Sojabohnen kauften und Canola verkauften. Die Exportnachfrage nach Canola verlangsamt sich, das Angebot aus der Landwirtschaft. Am Ende gibt der November-Kontrakt um 1,30 auf 494,70 kan.-$/t nach.

An der Euronext rückt der Februar-Termin als neuer Frontmonat ins Blickfeld. Am vergangenen Freitag schließt der Rapskontrakt mit 371,50 €/t schwächer.

 

Palmöl: An der Börse in Kuala Lumpur steigt die Benchmarke Dezember auf 2.193 Ringgit/t (umgerechnet 528,05 US-$/t). Das war der größte Anstieg seit Anfang Oktober. Vor allem das festere Sojaöl in Chicago gibt mit 29,39 US-Cent/pound dem Palmöl Halt. Auch in Malaysia findet  ein für den Sojakomplex positiv gestimmter Oktober-Wasde vom vergangenen Donnerstag Beachtung. Das USDA hatte die Produktion  von US-Sojabohnen herabgestuft.

Rohöl: Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete 81,23 US-$/Barrel (159 Liter). West Texas Intermediate (WTI) zur November-Lieferung stieg um 84 Cent auf 71,81 US-$/Barrel.

Marktbeobachter sprachen von einer Gegenbewegung zum Wochenschluss, nachdem die Ölpreise zuvor durch einen Kurseinbruch an den US-Börsen und durch einen überraschend starken Anstieg der US-Ölreserven belastet worden waren. Am Vortag hatte das amerikanische Energieministerium gemeldet, dass die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche auf 410 Mio. Barrel und damit höher als erwartet gestiegen sind.

 

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