Märkte am Morgen: Ölsaaten

ASP-Ängste in China steigen


US-Präsident Donald Trump will den chinesischen Ministerpräsidenten Xi Jinping am Rande des G-20-Gipfels Ende November treffen. Er könnte an einem Ende des Handelsstreits mit China interessiert sein.

Sojakomplex: An der Chicago Board of Trade (CBoT) kam es am vorigen Freitag zu Short-Abdeckungen, die vor dem Wochenende dafür sorgten, dass sich die Sojabohnen-Notierungen wieder etwas von den Tiefstständen am Donnerstag erholten. An diesem Tag hatte das US-Agrarministerium (USDA) im November-Wasde höhere globale Endvorräte für Sojabohnen in den USA veröffentlicht. Das führte zu einem Abwärtstrend, der sich am Freitag jedoch wieder wandelte. Die November-Bohnen legten um 7,75 auf 8,75 US-$/bushel (umgerechnet 283,60 €/t) zu. Sojaschrot für Dezember konnte sich bei 305,60 US-$/bushel (umgerechnet 297 €/t) nahezu auf dem Niveau des Vortags halten. Aus Argentinien kommen Meldungen, wonach die Aussaatarbeiten sehr gut vorangehen.

In China mehren sich die Befürchtungen über einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Dies könnte auch den Sojamarkt beeinflussen. Ein Abbau der riesigen Schweinebestände in China könnte die globale Nachfrage für Sojaschrot verringern.

Raps: Die Canola-Futures an der ICE-Plattform drehen nach einem schwachen Start am vergangenen Freitag trotz der gedämpften Stimmung in Chicago am Ende des Börsentags ins Plus. Canola für November verbessert sich um 0,60 auf 475,30 kan.-$/t. Verluste bei Sojaöl, fehlende technische Signale sowie umfangreiche Lieferungen von Canola, die auf den Markt kommen, haben zum überwiegenden Teil des Tags die Kurse nach unten befördert. Die Schwäche des kanadischen Dollars trug wieder zu einer gewissen Verbesserung bei. Am heutigen Montag ist in Kanada der Remembrance Day. Die Börsen sind dort geschlossen, die US-Märkte sind offen.

Am Dienstag veröffentlicht die Ufop eine erste Umfrage zu den Rapsanbauflächen im Herbst. Wegen der Trockenheit und demzufolge ungenügendem Auflaufen haben Landwirte ihre Flächen teilweise umbrochen. Das dürfte die schon kleinere Anbaufläche von Raps nochmals senken. Sie dürfte nach Schätzungen von agrarzeitung.de zwischen 1,1 und 1,3 Mio. ha liegen. An der Euronext schließt der Raps für Februar fester um 3,75 auf 376,50 €/t.

Palmöl: Die Kursverluste beim Sojakompelx sowie steigende Endbstände von Soja weltweit belasten das Palmöl. Die Oktoberausfuhren von Palmöl aus Malaysia waren niedrig. Die Zahlen für die Exporte für die ersten Novembertage waren wieder etwas höher als Anfang Oktober. Die Benchmarke zur Lieferung im Januar an der Börse in Kuala Lumpur schließt am Freitag bei 2.042 Ringgit/t (umgerechnet 488,75 US-$/t).


Rohöl: Am vorigen Freitag geraten die Ölmärkte weiter ins Rutschen. Die Nordseesorte Brent sank am Freitag zwischenzeitlich auf 69,13 US-$/Barrel (159 Liter). Das ist der tiefste Stand seit April. Am Montagmorgen kostet Brent 70,28 US-$/Barrel. Die US-Sorte WTI fiel am Freiag um 48 Cent auf 60,18 US-$/Barrel. Damit ist der Preis in den USA seit seinem Anfang Oktober markierten Vier-Jahres-Hoch um rund 20 Prozent abgestürzt. Die Stimmung bleibt pessimistisch. Die Gründe für den "Bärenmarkt" sind, dass die USA ihr Ölembargo gegenüber dem Iran wesentlich schwächer umsetzen als erwartet. Wichtigen Abnehmern iranischen Rohöls werden großzügige Ausnahmen erteilt. Befürchtungen einer Ölknappheit haben sich deshalb in die Erwartung eines Erdölüberschusses gedreht.

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