Märkte am Morgen: Ölsaaten

Trump und Xi rücken in Osaka zusammen


Die USA und China haben sich auf dem G20-Gipfel in Japan auf eine Wiederaufnahme ihrer Verhandlungen geeinigt. Trump will vorerst keine neuen Strafzölle in Handelsstreit gegen China erheben. Die Sojabohnenfläche in den USA ist rückläufig.

Das Abschlussdokument der G20-Länder fiel mager aus. Es wurde vereinbart, ein freies und faires Handelsumfeld zu schaffen. Die Märkte müssten offen bleiben. Auf eine gemeinsame Erklärung gegen Protektionismus konnten sich die G20-Staaten nicht einigen. Offiziell wurde das Mercosur-Freihandelsabkommen in Osaka verkündet, das die EU mit den vier südamerikanischen Staaten Paraguay, Uruguay, Argentinien und Brasilien vereinbart hat. Die EU exportiert jährlich Waren im Wert von 45 Mrd. € in diese Länder, umgekehrt sind es 42 Mrd. €. Die südamerikanischen Länder liefern vor allem Nahrungsmittel, Getränke und Tabak. Die Zölle werden schrittweise abgebaut.  

Sojabohnen: Einen großen Satz machten am Freitag die Sojabohnen-Futures. Nach dem aktuellen Flächenreport, den das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) am Freitag veröffentlichte, haben die US-Farmer weit weniger Sojabohnen wegen des langen Regens ausgesät. Die Fläche wird mit 80 Mio. acres angegeben, 4,6 Mio. acres weniger als noch im Mai geschätzt. Das löste eine Kletterpartie an der Börse in Chicago aus. Der August-Termin erhöhte sich um 10,75 US-Cent auf 9,04 US-$/bushel (umgerechnet 292 €/t). Sojaschrot kletterte um 2,10 auf 315,30 US-$/short tons (umgerechnet 305 €/t).

Die Sojabohnenbestände zum Ende Juni 2019 beziffert das USDA in seinem Vierteljahresreport auf 1,8 Mrd. bushel. Hoffnungsschimmer gibt es auch im Handel nach China. Eine Exportmenge über 544.000 t US-Sojabohnen soll dorthin verkauft worden sein. Das ließ die Herzen an der Börse höher schlagen.

Raps: Die Rapskurse an der ICE-Plattform im kanadischen Winnipeg gehen gefestigt ins Wochenende. Auslöser ist die Rally an der Chicagoer Börse beim Sojakomplex. Der Rückgang der Sojabohnenfläche in den USA pusht auch die Canola-Kurse um 10,90 auf 452 kan.-$/t nach oben. Ferner fehlt es in den Anbaugebieten im Westen Kanadas an Feuchtigkeit.  Am heutigen Montag ist die Börse für Canola wegen des Nationalfeiertags Canada Day geschlossen. An der Euronext hält der Abwärtstrend bei Raps zum Wochenende an. Der Erntemonat August verliert am Freitag um 0,75 auf 364,25 €/t.

Palmöl: Die Benchmarke an der Börse in Kuala Lumpur sinkt im 2. Quartal von April bis Juni um 7 Prozent. Die Bestände von Palmöl in Malaysia sind hoch und es fehlt an einer zündenden Nachfrage. Zeitweise streifte die Benchmarke am Freitag die Schwelle von 1.951 Ringgit/t (umgerechnet 471 US-$/t), das war der niedrigste Handelswert in sieben Monaten.


Rohöl:
Die Ölpreise sind am Freitag leicht gefallen. Die  Nordseesorte Brent zur Auslieferung im September kostete 65,47 US-$/Barrel (159 Liter). West Texas Intermediate (WTI) fiel um 15 Cent auf 59,27 US-$/Barrel. Die Mitglieder des Ölkartells Opec beraten in dieser Woche in Wien, ob sie die aktuelle Begrenzung ihrer Produktion zeitlich verlängern. Analysten gehen auch im 2. Halbjahr 2019 von Produktionsbegrenzungen aus.

 

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats