Märkte am Morgen: Ölsaaten

China hortet Sojabohnen in den USA


In Brasilien fallen die Proteingehalte der Sojabohnen niedrig aus. Am Montag morgen laufen die Sojabohnenkurse in Chicago rückwärts.

Bewegung gibt es im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit. Die Unterhändler haben telefonisch Gespräche geführt, um die stockenden Handelsgespräche zwischen Washington und Peking wieder in Gang zu bringen. Beim Treffen von US-Präsident Donald Trump mit Chinas Staatschef Xi Jinping Ende Juni am Rande des G7-Gipfels in Osaka hatten sich beide Seiten auf eine Wiederaufnahme der Gespräche geeinigt.

Sojakomplex: Die Sojabohnen-Futures an der Chicago Board of Trade (CBoT) legen einen beachtlichen Schlussspurt am Freitag hin und steigen um 20 US-Cent auf 9,01 US-$/bushel (umgerechnet 295 €/t) im August.  Das Sojaschrot schloss am Freitag bei 311,20 US-$/short tons (umgerechnet 305,40 €/t). Zinssenkungen der US-Notenbank sowie Gewinnmitnahmen waren die Auslöser. In der vergangenen Woche hat China keine Sojabohnen in den USA gekauft, teilt das US-Landwirtschaftsministerium ( (USDA) mit. Ferner liegen umfangreiche Bestände von verkauften Sojabohnen in den US-Lägern, die noch nicht nach China verschifft wurden. Das Verhalten wird mit den Restriktionen gegenüber dem Technologie unternehmen Huawei in Zusammenhang gebracht. Am frühen Montag morgen starten die Kurse schwächer.

Der Proteingehalt in Brasiliens Sojabohnenernte 2018, die im Januar geerntet wurden, dürfte geringer ausfallen als in den vergangenen vier Jahren. Dies könnte für Unternehmen ein Risiko beim Verkauf von Sojabohnen nach China darstellen. Die brasilianische Regierung berichtet, dass der Proteingehalt von 37,14 auf 36,83 Prozent gesunken ist. China importiert 80 Prozent seiner Sojabohnen aus Brasilien.

Raps: An der Intercontinental Exchange (ICE) in Winnipeg können die Canola-Futures am vergangenen Freitag für den November um 4,29 auf 449,60 can.-$/t zulegen. Die Erntebedingungen haben sich verbessert. 58 Prozent der Bestände werden mit gut bis sehr gut bewertet. Die Produktionsschätzungen für Canola gehen auseinander. So berichtet MarketsFarm von einem Rückgang in diesem Jahr wegen eines langsamen Erntefortschritts und möglichen Frost im September auf 17,85 Mio. t. Agriculture and Agri-Food Canada hatten noch vor einigen Wochen 20 Mio. Canola erwartet.

Drei Unternehmen der ukrainischen Holding "Myronivsky Hliboprodukt" (MHP) haben Bescheinigungen nach den europäischen Umweltstandards ISCC erhalten. Die Zertifizierung wird durchgeführt, um die europäischen Raps- und Maisstandards in der gesamten Lieferkette der MHP Group sicherzustellen. Gleichzeitig forderte der ukrainische Präsident Vladimir Zelensky die Überprüfung der Legitimität der staatlichen Beihilfen, die die MHP erhalten hat. Dieses Unternehmen sei äußerst profitabel und benötige keine Budgethilfe. MHP einer der größten Hühnerproduzenten in Europa und der größte Exporteur von Getreide und Ölsaaten aus der Ukraine.

Die Rapsernte fängt in Deutschland langsam an. Die Erträge sprechen für eine kleine Produktion. In Paris an der Euronext gibt es bei den Fälligkeiten August, November und Februar jeweils mit 374 €/t den gleichen Schlusskurs.

Rohöl: Die Ölpreise haben am Freitag im späten Handel  nach oben gedreht. Die Nordseesorte Brent legte um 1,14 auf 63,07 US-$/Barrel (159 Liter) zu. West Texas Intermediate (WTI) stieg um 77 Cent auf 56,06 US-$/Barrel. Der Iran hatte innerhalb kurzer Zeit zwei britische Tanker im Golf von Hormus aufgebracht. In London trat Medienberichten zufolge der Nationale Sicherheitsrat (Cobra) zu Beratungen zusammen. Die USA warfen dem Iran ein eskalierendes Verhalten gegenüber Großbritannien vor. Der Golfstaat begründete die Festsetzung eines Schiffes mit der Missachtung internationaler Vorschriften

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