Märkte am Morgen: Ölsaaten

EU braucht mehr Biodiesel


Die erhoffte Rally an der Börsen fällt vor den Weihnachtsfeiertagen aus. Der gesamte Sojakomplex schließt schwächer.

Für den heutigen Freitag werden keine großen Kursausschläge mehr erwartet. In Chicago schließt der Handel vorzeitig am frühen Nachmittag, in Winnipeg findet Handel nur noch am Vormittag statt. Die Sojabohnen-Futures in Chicago fallen am Donnerstag um 5 Cent auf 9,48 US-$/bushel. Technische Verkäufe und ein starker US-Dollar dominieren das Handelsgeschehen, von dem sich die meisten Händler bereits in die Ferien verabschiedet haben. Die CBoT öffnet wieder am kommenden Dienstag, 26. Dezember. 

Schöne Weihnachten
Das Team von agrarzeitung.de verabschiedet sich in die Weihnachtspause und wünscht allen Lesern der Märkte am Morgen schöne Festtage und einen guten Start für 2018.

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Sojaschrot geht ebenfalls mit negativen Vorzeichen aus dem Handel mit 314,25 US-$/short tons. Mit 1,74 Mio. t entsprechen die wöchentlichen Exporte von Sojabohnen in etwa den Erwartungen von Analysten. An der schwachen Vorstellung des Sojakomplexes dürfte sich kurzfristig wenig ändern, solange die guten Wetterbedingungen in Südamerika vorherrschen. Die Lagerbestände sind hoch und im Frühjahr stehen gute Ernten in Argentinien und Brasilien bevor. Zur Schwäche neigt ebenfalls Sojaöl und geht am Donnerstag mit 32,67 US-Cent/pound aus dem Handel.

Raps: Nach dem hoffnungsvollen Anstieg der Canola-Futures zur Wochenmitte büßten die Kontrakte ihre Gewinne am Donnerstag im kanadischen Winnipeg schon wieder ein. Vor allem eine starke kanadische Währung belastet die Kurse. Die Crash-Margen der Ölmühlen sind niedrig. Dafür freut sich der Markt immer noch über die Zusage der EU-Kommission, dass kanadischer Raps die Vorgaben für Biodiesel hinsichtlich der geforderten Einsparung von Treibhausgasen in der Produktion erfüllt. In Winnipeg rutscht der Januar-Kontrakt um 2,70 auf 492,10 can.$/t. Die ICE schließt an diesem Freitag Vormittag vorzeitig und öffnet wieder am Mittwoch, 27. Dezember.

An der Pariser Euronext kommt es zu technischen Korrekturen. Der herbe Rückschlag am Mittwoch wurde am Donnerstag mit einem Plus von 2 auf 353,50 €/t wieder etwas nach oben korrigiert. Die Nachfrage nach Biodiesel aus Raps dürfte nach dem EU-Beschluss, das Beimischungsziel von 7 Prozent beizubehalten, steigen. Vor allem Exporteure von Rapssaat wie Kanada und Australien rechnen sich Lieferchancen aus. Derzeit wird der europäische Markt mit alterntiger Rapssaat aus Australien versorgt. Das hält die Rapskurse an der Euronext in Schach.

Palmöl: Die Notierungen von Palmöl an der Börse in Kuala Lumpur schließen sich dem allgemeinen schwachen Trend an und enden ebenfalls schwächer. Ein Produktionsanstieg von Palmöl in Malaysia weckt Befürchtungen, dass die Bestände aufgrund einer mäßigen weltweiten Nachfrage steigen. Die Schwäche der anderen Pflanzenöle rundet das Bild ab.

Rohöl:
Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar kostete am Donnerstag 64,50 US-$/barrel (159 Liter). Das waren 6 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1 Cent auf 58,08 US-$/barrel. Am Mittwoch meldete das US-Energieministerium einen starken Rückgang der Rohölvorräte. Rückläufige Lagerbestände sind ein Hauptziel des Ölkartells Opec, das durch eine Fördergrenze die Ölpreise anheben will. Dies hat jedoch zugleich eine steigende US-Ölförderung zur Folge.



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