Märkte am Morgen: Ölsaaten

EU-Rapsimporte steigen deutlich


Die Ukraine versorgt die europäischen Ölmühlen mit Rapssaat. In den USA stehen Sojabohnen wieder unter Druck. In Kanada startet die Canola-Ernte.

Sojakomplex: Die Sojamärkte in Chicago gaben am Dienstag nach den Gewinnen vom Montag wieder nach. Die Hoffnung auf zügige neue Gespräche zur Beilegung des Handelsstreits zwischen den USA und China ist wieder gesunken. Die September-Bohne verlor 7,5 Cent auf 846,25 Cent/bushel (280,43 €/t) und wird vorbörslich unverändert gehandelt. Sojaschrot gab um 1,50 auf 291,50 US-$/t nach und fällt heute Morgen auf 291,30 US-$/t (288,64 €/t). Sojaöl verbilligte sich um gut 1 Prozent auf 28,01 Cent/pound und steht heute Morgen bei 28,02 Cent/pound (558,02 €/t).

Die US-Agrarbehörde Farm Service Agency (FAS) veröffentlichte gestern eine neue Statistik zur den Sojaflächen. Danach wurden vom 1. bis 22. August weitere 748.000 acres gemeldet, um an Förderprogrammen teilnehmen zu können. Wegen der verspäteten Aussaat war damit gerechnet worden, dass von den Farmern Flächen nachgemeldet werden. Insgesamt umfasst die FAS-Bilanz jetzt 74,0 Mio. acres, das sind 2,7 Mio. acres weniger als der National Agricultural Statistics Service (NASS) derzeit prognostiziert. Die Differenz ergibt sich daraus, dass in die FAS-Daten nur Flächen einfließen, für die Subventionen beantragt wurden, während der NASS mit Hilfe von Umfragen unter den Farmern und der Auswertung von Satelliten-Daten versucht, die gesamte Anbaufläche zu erfassen.

Raps: Die Notierungen in Paris trotzen dem schwachen Sojamarkt und legten um 50 Cent auf 379,00 €/t zu. In Kanada verlor Canola 2,00 auf 446,40 kan-$/t. Die Vorgaben aus Chicago, Angebotsdruck während der beginnenden Ernte und erste positive Ertragsmeldungen zogen den Markt nach unten. Zudem sorgte die Unterschreitung einer Unterstützung für spekulative Verkäufe. Heute veröffentlicht Statistics Canada eine neue Prognose für die Canola-Ernte. Die Erwartungen liegen in einem Bereich von18,0 bis 20,5 Mio. t, nach 20,3 Mio. t im Jahr 2018.

Die EU importierte bis zum 26. August 799.000 t Rapssaat, das waren 122 Prozent mehr als vor einem Jahr. Wichtigste Käufer waren die Niederlande (196.000 t), Belgien (172.000 t) und Deutschland (146.000 t). 641.000 t wurden aus der Ukraine geliefert und 88.000 t aus Kanada.

Palmöl: Der Palmölmarkt in Malaysia fiel gestern um 30 Ringgit auf 2.239 MYR/t zurück. Nachdem die Notierungen am Montag bis auf ein Sechs-Monats-Hoch gestiegen waren, sorgten schwächere Pflanzenöl-Notierungen in Chicago und China am Dienstag für eine Korrektur. Heute Morgen notiert der umsatzstärkste November-Kontakt mit 17 Ringgit im Plus bei 2.256 MYR/t.

Rohöl: Ein schwächerer US-Dollar und eine Opec-Prognose für sinkende globale Rohölvorräte sorgten am Dienstag für steigende Ölpreise und drängten die Furcht vor den negativen Folgen des Handelsstreits zwischen den USA und China in den Hintergrund. Brent legte um 1,4 Prozent und WTI um 2,4 Prozent zu. Heute Morgen werden Brent bei 60,02 und WTI bei 55,57 US-$/Barrel leicht schwächer gehandelt.

Euro/US-Dollar: Der Euro konnte sich gestern zunächst erholen und stieg bis auf über 1,1100 US-$, gab am Abend aber wieder nach. Heute Morgen wird der Euro mit 1,1086 US-$ gehandelt. Für größere Bewegungen fehlten dem Devisenmarkt neue Nachrichten.

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