Märkte am Morgen: Ölsaaten

Raps erholt sich in kleinen Schritten


Ohne Impulse aus Chicago fehlt es den Ölsaatenmärkten am Donnerstag an Esprit. Der Internationale Getreiderat (IGC) korrigiert die weltweite Sojabohnenerzeugung 2018/19 etwas nach unten.

 

Sojakomplex: Am Donnerstag waren alle Börsen in den USA wegen des Feiertags Thanksgiving geschlossen. Am heutigen Freitag ist der Handel nur für wenige Stunden geöffnet. Erwartet werden einige Glattstellungen von Positionen. Der Handel blickt mit Spannung auf das G20-Gipfeltreffen in Argentinien in der kommenden Woche. US-Präsident Donald Trump hat vollmundig ein Gespräch mit der chinesischen Führung angekündigt, um die Handelsstreitigkeiten auszuräumen.

Der  Internationale Getreiderat (IGC) in London hat im November-Report die weltweiten Produktionszahlen leicht angepasst. Die globale Erzeugung von Sojabohnen sinkt im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 marginal um 2 auf 367 Mio. t.

Raps: In Kanada sind die Börsen am Donnerstag geöffnet. Die ICE-Futures für Canola gaben jedoch fast alle Gewinne vom Mittwoch wieder ab und schließen bei 476,40 kan.-$/t. Die Handelsaktivitäten sind überschaubar, die spekulativen Verkäufe überwiegen. Der kanadische Dollar befestigt sich wieder im Wochenverlauf. Die internationalen Ölsaatenmärkte - allen voran der Kursrutsch bei Palmöl - sind durchweg nach unten gerichtet.

An der Euronext in Paris zeigt sich Raps von seiner freundlichen Seite. Der Februar-Termin legt bei überschaubaren Umsätzen um 0,75 auf 370,75 €/t zu.

Palmöl: Die Palmölnotierungen schlittern an der Börse in Kuala Lumpur auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren. Hohe Bestände sowie eine geringere Exportnachfrage belasten die Notierungen enorm.

Rohöl: Die Ölpreise haben am Donnerstag die Erholung vom Vortag nicht fortsetzen können. Die Nordseesorte Brent kostete 62,74 US-$/Barrel (159 Liter). Das waren 74 Cent weniger als am Vortag. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 87 Cent auf 53,76 US-$/Barrel. Der Rückgang der Ölpreise erfolgte nach einem unerwartet starken Anstieg der Ölreserven in den USA.

Marktbeobachter begründeten den Preisrückgang unter Hinweis auf das Opec-Land Saudi-Arabien. Nach Angaben von Energieminister Khalid Al-Falih soll die Produktion von rund 11 Mio. Barrel/Tag im Oktober im November übertroffen werden.

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