Märkte am Morgen: Ölsaaten

Offener Ausgang in Argentinien


Sojabohnenhändler in den USA schauen gebannt zum G-20-Gipfel nach Argentinien, der heute beginnt. Russland will weniger Ölsaaten 2019 anbauen.

Sojakomplex: Sojabohnen, Sojaöl und Sojaschrot können sich von dem schwachen Grundton mit Ausnahme eines Ausreißertages zur Wochenmitte nicht befreien. Der Handel ist völlig befangen, denn alle Aufmerksamkeit sind auf den G-20-Gipfel in Buenes Aires gerichtet. Am Samstag wollen sich US- Präsident Donald Trump und der chinesische Ministerpräsident Xi Jinping zum Abendessen treffen, um einen Ausweg aus den Handelsstreitereien zu finden. Am Donnerstag können die Januar-Sojabohnen die Verluste mit 3,35 Cent auf 8,87 US-$/t in Grenzen halten. Das Sojaschrot notiert für den Januar mit 309,50 US-$/short tons (umgerechnet 299,50 €/t) fast wie am Vortag.

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) meldet in seinem Wochenbericht Sojabohnenexporte in Höhe von 629.000 t und Sojaschrot von 189.000 t. Ferner wird ein Spotkauf über 268.000 t Sojabohnen an eine unbekannte Destination bekannt.

Die USA und China arbeiten in dem seit Monaten schwelenden Handelsstreit an einem Deal. Bei diesem könnten die USA bis zum Frühjahr 2019 auf weitere Sonderzölle verzichten, berichtete das "Wall Street Journal". Im Gegenzug müsste es Verhandlungen über größere Änderungen der chinesischen Wirtschaftspolitik geben. Trump wirft China unfaire Handelspraktiken vor. Es werden schwierige Gespräche, sagte ein deutscher Regierungsvertreter.

Raps: Die ICE-Futures für kanadisches Canola schließen am Donnerstag nach einem volatilen Handel mit Abschlägen. Ungeachtet der weltpolitischen Ereignisse geben die technischen Faktoren für Canola geringe Signale aus. Der Frontmonat für Canola muss am Ende  überschaubar 0,70 auf  478,50 can.-$/t abgeben. Der kanadische Dollar gewinnt an Stärke, was auf den Kursen lastet. An der Euronext geben die Rapskurse die Vortagsgewinnne wieder ab. Zu stark ist der Einfluss des Sojakomplexes an der Chicagoer Börse. Und auch in Paris wartet man gespannt auf das Ergebnis der Verhandlungen zwischen den USA und China in Argentinien. Am Donnerstag schließt Raps zur Februarlieferung bei 369,50 €/t.
Das russische Agrarministerium schätzt für 2019 eine niedrigere Anbaufläche für Ölsaaten. Die Fläche für Sommerraps dürfte um 150.000 ha auf 1,2 Mio. ha sinken.

Palmöl: Die Palmöl-Futures an der Börse in Kuala Lumpur erreichen ein Drei-Tages-Hoch am Donnerstag. Händler erwarten, dass die Produktionsgewinne zum Jahresende abnehmen werden. Die Benchmarke zur Lieferung am Februar an der Malaysia Derivatives Exchange steigt um 0,7 Prozent auf 2.027 Ringgit/t (umgerechnet 484,58 US-$/t).

Rohöl: Die Ölpreise haben am Donnerstag zugelegt. Die Nordseesorte Brent steigt auf 59,88 US-$/Barrel (159 Liter), 1,12 US-$ mehr als am Vortag. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verbessert sich um 1,51 auf 51,81 US-$/Barrel. Dollar. Der WTI-Preis war am Morgen  erstmals seit Oktober 2017 unter die Marke von 50 US-$/Barrel gefallen.

Berichte laut denen Russland sich doch mit dem Opec-Kartell auf eine Förderbeschränkung einigen könnten, haben die Ölpreise gestützt. In der kommenden Woche wollen sich die Opec-Mitglieder auf eine Produktionskürzung verständigen.

 

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