Märkte am Morgen: Ölsaaten

Hitzewelle stresst Raps


Am Montag beginnen die Gespräche zwischen den USA und China. Voraussetzung war ein Entgegenkommen Chinas bei den Einfuhren von Agrarprodukten  Die Hitzewelle in Europa mit Temperaturen über 40 Grad Celsius in drei Tagen in Folge löst bei der Rapsernte Besorgnis aus.

Sojabohnen: Geringe Exportzahlen setzen den Sojabohnen am Donnerstag an der Chicago Board of Trade (CBoT) zu. Der August-Kontrakt gibt um 8,50 US-Cent auf 8,82 US-$/bushel (umgerechnet 290,90 €/t) nach. Das Sojaschrot notiert um 2,40 auf 303,90 US-$/short tons (umgerechnet 300,500 €/t) schwächer.

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) gibt am Donnerstag bei den wöchentlichen Sojabohnenexporte Stornierungen für die alte Ernte bekannt. Die neue Ernte entspricht in etwa den Erwartungen des Handels mit 227.230 t.

Der US-Agrarminister Sonny Perdue hat am Donnerstag die Details über das Hilfsprogramm für Farmer in Höhe von 16 Mrd. US-$ mitgeteilt. Das Geld ist als Entschädigung für die Einbußen wegen des Handelskonfliktes zwischen den USA und China vorgesehen. Die Zahlungen an Farmer im Rahmen des Markets Facilitation Program (MFP) basiert auf Grundlage, der in der Region erzielten durchschnittlichen Erntemengen. Die Zahlung beträgt zwischen 15 bis 150 US-$/acres. Die Obergrenze der Zahlungen für einen Farmer kann bis zu 500.000 US-$ betragen.

Der Internationale Getreiderat (IGC) veranschlagt in seinen Juli-Bericht am Donnerstag eine weltweite Produktion von Sojabohnen für 2019/20 auf 348 Mio. t.Der Rückgang um 15 Mio. t gegenüber 2018/19 ist darauf zurückzuführen, dass die US-Farmer weniger Sojabohnen in den USA angebaut haben.

Raps: Immer mehr Raps wird in Deutschland und Frankreich geerntet die Erträge bleiben um die 3 bis 4 t/ha im unteren Bereich. Der Erntemonat an der Euronext setzt seinen Höhenflug fort und legt um 3,25 auf 380 €/t zu. Beim November geht es indes schon wieder abwärts um 0,50 auf 378,50 €/t.

Die Canola-Futures an der Intercontinental Exchange (ICE)-Plattform schließen am Donnerstag in Kanada nachgebend. Es fehlt den Märkten eine eindeutige Richtung. Ein schwacher Sojabohnen-Tag in Chicago gibt Canola den Rest. Der November-Kontrakt gibt um 1,30 auf 448,90 can.-$/t nach.

Palmöl: Der Monsumregen in Asien bleibt unterhalb der Durchschnittsmengen. Das gibt den Palmölpreisen Auftrieb. Der Kontrakt zur Lieferunaktg im Oktober an der Malaysia Derivatives Exchange in Kuala Lumpur steigt am Donnerstag um 1,5 Prozent auf 2.058 Ringgit/t (umgerechnet 500,36 US-$/t) Das ist der höchste Gewinn seit sechs Wochen. Es kommt zu starken Shortabdeckungen. Das feste Sojaöl in Chicago von 28,27 US-Cent/pound (umgerechnet 561 €/t) gibt Unterstützung.

Rohöl: Die Ölpreise haben sich am Donnerstag von ihren Vortagesverlusten erholt. Die Nordseesorte Brent kostete 63,85 US-$/Barrel (159 Liter). Das waren 67 Cent mehr als am Vorabend. West Texas Intermediate (WTI) steigt um 59 Cent auf 56,46 US-$/Barrel.

Die Ölpreise würden durch das weltweit enge Ölangebot gestützt. Händler verweisen auf die Förderbeschränkungen der Opec und die Iran-Sanktionen. Nach wie vor bleibt die Entwicklung in der ölreichen Region am Persischen Golf ein wichtiges Thema am Ölmarkt.

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