Märkte am Morgen: Ölsaaten

Hitze in Südamerika stützt Raps


Für die Ölsaatenmärkte bleiben Wettervorhersagen in Südamerika entscheidend. Die Angst vor Ertragseinbußen verschafft auch dem Raps an der Matif etwas Luft.

Sojakomplex: Die freundliche Stimmung für den Sojamarkt hielt am ersten Handelstag des neuen Jahres an. De Januar-Bohne schloss am Dienstag mit einem Plus von 3,24 Cent bei 9,55 US-$/bushel und steht auch heute Morgen mit gut 2 Cent im grünen Bereich. Sojaschrot legte um 90 Cent auf 313,50 US-$/short ton zu und Sojaöl um 0,3 Cent auf 33,38 Cent/pund.

Die gestern veröffentlichten Exportzahlen des USDA für die Woche bis zum 28. Dezember lagen mit 1,139 Mio. t im Bereich der Erwartungen von 1,1 bis 1.3 Mio. t. Im Vergleich zur Vorwoche war die Menge um 11 Prozent kleiner, zum Vorjahr betrug das Minus 28 Prozent. Ein Thema auf dem Börsenparkett bleibt das Wetter. Für den Süden Brasiliens, Argentinien und Uruguay werden hohe Temperaturen vorhergesagt, die sich negativ auf die Bestandsentwicklung auswirken könnten.

In Argentinien ist die Exportsteuer auf Sojabohnen zum 1. Januar um 0,5 Prozent auf 29,5 Prozent gesenkt worden. Innerhalb von zwei Jahren soll die Steuer monatlich um jeweils 0,5 Prozent bis auf 18 Prozent reduziert werden. Die Maßnahme gehört zur Strategie von Präsident Mauricio Macri, der die Wirtschaft liberalisieren und international wettbewerbsfähiger machen möchte. Die ursprünglich geplante komplette Abschaffung der Steuer wird vorerst nicht umgesetzt, weil die Regierung angesichts eines großen Haushaltsdefizits auf die Einnahmen angewiesen ist. Die Steuern für Sojaschrot und Sojaöl sollen bis 2020 schrittweise auf 15 Prozent reduziert werden.

Raps: Der Rapsmarkt profitierte vom festeren Sojamarkt. Canola schloss in Winnipeg mit einem Plus von 1,80 Can-$ bei 482,20 Can-$/t. Matif-Raps legte um 2,50 € auf 350,25 €/t zu.

Palmöl: Steigende Sojaölnotierungen und anziehende Palmölexporte sorgen in Malaysia für höhere Palmölnotierungen. Der Januar-Future legte gestern um 28 Ringgit auf 2.273 MYR/t zu und steht heute Morgen erneut mit 38 Ringgit im Plus.

Rohöl: Gewinnmitnehmen sorgten gestern für leicht nachgebende Ölpreise. Das Fass Brent verbilligte sich um 30 Cent auf 66,57 US-$. WTI zog nach den Verlusten vom Montag am Dienstag wieder leicht an und schloss mit einem Plus von 27 Cent bei 60,37 Cent/barrel.

Euro/US-Dollar: Der Euro kann sich weiter deutlich über der Marke von 1,20 US-$ behaupten. Gestern stieg die Gemeinschaftswährung kurzzeitig auf 1.2081 US-$. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren ersten Referenzkurs des neuen Jahres zuvor auf 1,2065 (Freitag: 1,1993) US-$ festgesetzt. Heute Morgen notiert der Euro bei 1.2058 US-$.

 

 

 

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