Märkte am Morgen: Ölsaaten

Hochwasser behindert Exporte


Hohe Pegelstände am Mississippi erschweren den Transport der Bohnen zu den Exporthäfen. Sie sorgen in den USA für steigende Prämien.

Sojakomplex: Die Bohne konnte am vorigen Freitag noch einmal mit leichten Gewinnen aus dem Handelstag gehen. Der März schloss mit einem Plus von 3,35 Cent bei 10,61 US-$/bushel (317,38 €/t). Sojaschrot gab um 3,80 auf 390,20 US-$ (349,15 €/t) nach. Sojaöl notierte bei 32,06 Cent/pound (575,56 €/t) leicht schwächer.

In den USA behindern hohe Wasserstände auf dem Mississippi den Schiffsverkehr und sorgen für steigende Prämien am Golf von Mexiko. Die Aussichten für die Sojaernte in Südamerika bleiben unterschiedlich. Eine Bloomberg-Umfrage ergab für Argentinien im Durchschnitt Erwartungen von 48,5 Mio. t, das wäre deutlich weniger als im Vorjahr mit 57 Mio. t. Für Brasilien wird dagegen mit 113,9 Mio. t eine ähnliche Ernte wie im Rekordjahr 2017 erwartet.

Die Sojaexporte der USA liegen im aktuellen Wirtschaftsjahr bisher um 12,5 Prozent unter der Vorjahreslinie. Brasilien hat im Februar nach Angaben des Handelsministeriums 2,86 Mio. t. Sojabohnen exportiert, das sind 83,1 Prozent mehr als im Januar, aber 18,9 Prozent weniger als im Februar 2017.

Raps: Raps verlor am Freitag an der Matif deutlich. Die Aussicht auf ein Ende der Kältewelle verringerte die Furcht vor Auswinterungsschäden. Der Mai gab um 2,25 auf 355,25 €/t nach. In Kanada konnte Canola - unterstützt von einem schwächeren Kanadischen Dollar und höheren Soja-Kursen in Chicago - noch einmal um 1,90 auf 523,50 Can-$/t zulegen. Niederschläge in Alberta und Manitoba haben die Bodenfeuchtigkeit verbessert.

Rohöl: Nach einer schwachen Woche konnte Brent am Freitag leicht zulegen und schloss bei 64,40 US-$/barrel mit einem Plus von 84 Cent. Das Fass WTI verteuerte sich um 46 Cent auf 61,25 US-$/t.

Euro/US-Dollar: Der Euro notierte am Freitag fester, steht heute Morgen aber mit 1,2294 US-$ wieder im Minus.

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