Märkte am Morgen: Ölsaaten

La Niña weckt die Bullen

Nach anfänglichen Verzögerungen läuft die Sojapflanzung in Südamerika jetzt ohne große Probleme. Für Unruhe sorgen Nachrichten von einem möglichen La Niña-Effekt.
Abiove
Nach anfänglichen Verzögerungen läuft die Sojapflanzung in Südamerika jetzt ohne große Probleme. Für Unruhe sorgen Nachrichten von einem möglichen La Niña-Effekt.

Die Wahrscheinlichkeit für das Wetterphänomen La Niña steigt. Die Angst vor Ertragseinbußen in Südamerika sorgt in Chicago für steigende Sojanotierungen.

Sojakomplex: Am Tag vor Thanksgiving bestimmten die Bullen den Sojamarkt. Der Januar legte um 8,25 Cent auf 9,97 US-$/bushel zu. Sojaschrot verteuerte sich um 6,10 US-$ auf 324,40 US-$/short ton. Sojaöl verlor dagegen 0,12 Cent auf 34,05 Cent/pound.

Bestimmendes Thema auf dem Börsenparkett waren Vorhersagen des australischen Wetterdienstes, nach denen sich die Wahrscheinlichkeit für das Wetterphänomen La Niña weiter erhöht hat. Mit 70 Prozent sei die Wahrscheinlichkeit dreimal höher als im mehrjährigen Durchschnitt. Bereits in der vergangenen Woche war der Wert von 50 auf 60 Prozent angehoben worden. La Niña  könnte die Erträge in Südamerika negativ beeinflussen, weil er in den Anbaugebieten kühleres und trockenes Wetter bringt. Sollte sich die Großwetterlage wie erwartet verändern, könnte der Effekt nach Meinung der australischen Meteorologen bis zum Februar 2018 andauern. Aktuell sind die Bedingungen für Sojabohnen in Südamerika gut. Allerdings warten einige Regionen in Argentinien noch immer auf ausreichende Niederschläge.

Von den Exportzahlen, die wegen des Feiertages erst am Freitag veröffentlicht werden, erwarten Händler eine Menge von 1,0 bis 1,4 Mio. t Sojabohnen und 100.000 bis 300.000 t Sojaschrot. Die Börse in Chicago ist heute gechlossen.

Raps: Raps konnte in Paris mit 75 Cent nur leicht zulegen. Der Februar schloss bei 376,50 €/t. Auch in Kanada konnte Canola nur wenig von den gestiegenen Sojanotierungen profitieren. Der Januar stieg um 30 Cent auf 515,30 Can-$/t.

Palmöl: Nach Verlusten von mehr als 10 Prozent innerhalb von zwei Wochen konnte Palmöl gestern die Talfahrt stoppen. Der Dezember legte um 5 Ringgit auf 2.585 MYR/t zu. Doch eine nachhaltige Erholung war damit nicht verbunden. Heute Morgen brechen die Notierungen um 55 Ringgit auf 2.530 MYR/t ein.

Rohöl: Die Ölpreise zogen gestern weiter an. Das Fass Brent verteuerte sich um 75 Cent auf 63,32 US-$. WTI stieg um 1,19 US-$ auf 58,02 US-$/barrel. Das ist der höchste Schlusskurs seit zweieinhalb Jahren. Wesentlicher Grund für den Anstieg um mehr als 2 Prozent ist ein Leck in einer Ölpipeline aus Kanada. Nachdem die Keystone-Pipeline mit einer Kapazität von 590.000 barrel pro Tag geschlossen werden musste, wird mit einem deutlichen Abbau der Lagerbestände in den USA gerechnet.

Euro/US-Dollar: Der Euro ist weiter gefragt und hat wieder die Marke von 1,18 US-$ übersprungen. Heute Morgen wird er mit 1,1835 gehandelt.

 

 

 

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