Märkte am Morgen: Ölsaaten

Matif-Raps gibt weiter nach


Das Warten auf Ergebnisse im Handelsstreit bestimmt den Sojamarkt. In Südostasien wird mit einer höheren Palmölproduktion gerechnet.

Sojakomplex: Die Hoffnung auf eine Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China gibt der Bohne wieder Auftrieb. Der März schloss in Chicago am Montag mit einem Plus von 4 Cent bei 903,14 Cent/bushel und steht heute Morgen bei 904,75 Cent/bushel (293,42 €/t). Sojaschrot legte um 3 US-$ auf 306,30 US-$/short tons (297 €/t) zu. Sojaöl gab um 0,17 Cent auf 29,78 Cent/bushel nach und kann sich heute Morgen leicht auf 29,86 Cent/pound (580,73 €/t) erholen.

In der letzten Februar-Woche exportierten die USA 844.000 t Sojabohnen, darunter 338.000 t nach China. Im wöchentlichen Vergleich verringerten sich die Verladungen um 35,5 Prozent, gegenüber der letzten Februar-Woche im Vorjahr um 17,1 Prozent. Im gesamten Wirtschaftsjahr liegen die Ausfuhren nun bei 26 Mio. t, das sind 33,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Aktuell wird der Agrarexport durch Witterungseinflüsse behindert. Auf den wichtigsten Flüssen des Mittleren Westens der USA beeinträchtigen Hochwasser und starker Eisgang die Schifffahrt.


Raps: Die Rapsnotierungen für die alte Ernte brachen an der Matif am Montag ein. Der Mai-Kontrakt schloss mit einem Minus von 4,00 € bei 351,50 €/t auf einem Acht-Monats-Tief. In Canada konnten sich die Canola-Notierungen nach den Verlusten der vergangenen Woche leicht erholen. Der März schloss mit einem Plus von 70 Cent bei 482,40 kan-$, weil Verarbeiter das attraktive Kaufniveau nutzten.

Palmöl: Der meistgehandelte Mai-Kontrakt legte am Montag um 28 Ringgit auf 2.149 MYR/t zu und notiert heute Morgen bei 2.161 MYR/t ebenfalls im Plus. Günstige Witterungsbedingungen werden in Südostasien eine Steigerung der Palmölproduktion ermöglichen, erwarten Analysten. In Malaysia könnte die Menge um 500.000 t auf 20 Mio. t steigen. Für Indonesien wird ein Plus von 1 auf 43 Mio. t erwartet.

Rohöl: Auch auf dem Ölmarkt ist der Handelsstreit das beherrschende Thema. Die Hoffnung auf eine Einigung sorgte am Montag für anziehende Ölpreise. Gestützt wurde der Markt auch durch eine Verringerung der Ölförderstellen in den USA um 10 auf 843. Das ist der niedrigste Wert seit fast zehn Monaten. Heute Morgen notiert das Fass Brent bei 65,36 US-$ leicht schwächer. WTI wird mit 56,33 US-$ gehandelt.

Euro/US-Dollar: Der Euro gab am Montag nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1337 (Freitag: 1,1383) US-$ fest. Heute Morgen wird der Euro mit 1,1329 US-$ gehandelt.

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