Märkte am Morgen: Ölsaaten

Starker Kursrutsch beim Rohöl


Den Sorgen um ein Abflauen der Konjunktur an den Aktienmärkten stehen Gewinne an den Agrarbörsen gegenüber. Sojabohnen holen nach Verlusten am Wochenanfang am Dienstag wieder auf.

Sojakomplex: Nach den herben Verlusten am Wochenanfang an der Chicago Board of Trade (CBoT) sind am Dienstag die kauffreudigen Spekulanten auf dem Börsenparkett zurück. Die US-Sojabohnenernte dürfte zu 90 Prozent beendet sein, meldet das US-Landwirtschaftsministerium (USDA). Damit werden die Erwartungen der Marktteilnehmer nicht erfüllt, die von 96 Prozent ausgehen, was dem Durchschnitt der vergangenen Jahren entspricht.

Am meisten begeisterten am Dienstag an der Börse die Neuigkeiten über frische Sojabohnen-Exportaufträge von 123.500 t an eine unbekannte Destination. Sie geben den Kursen richtig Schwung. Die Januar-Bohne verbessert sich um 7,25 Cent auf 8,81 US-$/bushel (umgerechnet 285 €/t). Schrot für Dezember schließt bei 307,10 US-$/short tons (umgerechnet 298 €/t) fester. Nur Sojaöl dümpelt bei 27,34 US-Cent/pounds.

Seminar "Agrarmärkte 2019" Am Donnerstag sind die US-Börsen wegen des Feiertags Thanksgiving geschlossen und öffnen am Freitag nur für wenige Stunden. In Kanada wird normal gehandelt.

Raps: Die ICE-Futures an der kanadischen Plattform für Canola legen am Dienstag wieder zu, nachdem zeitweise die Notierungen auf ein Jahrestief am Montag gefallen waren. Ferner helfen spekulative Short-Eindeckungen, dass die Kurse wieder auf die Beine kommen. Der Settlement an der kanadischen Börse steht am Dienstag bei 477,20 kan.-$/t. Übertragungseffekte kommen auch aus Chicago von einem vorteilhaften Sojakomplex.

Der Raps an der Euronext rutscht am Dienstag weiter ab. Der Februar-Termin gibt leicht um 0,75 auf 369,25 €/t nach. Rapsöl ist im Vergleich zu anderen pflanzlichen Ölen derzeit zu teuer, auch wenn die Beimischungsmengen im Winter von Biodiesel aufgrund der Winterhärte zunimmt.

Rohöl: Die Ölpreise zeigen am Dienstag nach einer Phase der Stabilisierung wieder eine rasante Talfahrt. In einer allgemein trüben Stimmung an den Finanzmärkten mit starken Kursverlusten an führenden Aktienbörsen ging es auch mit den Ölpreisen kräftig nach unten.Die  Nordseesorte Brent kostet 63,53 US-$/Barrel (159 Liter). Das waren 3,26 US-$ weniger als am Montag. Die Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 2,75 auf 54,45 US-$/Barrel.

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