Märkte am Morgen: Ölsaaten

Private Prognosen haben Hochkonjunktur


Mit dem Ausfall des Januar-Wasde des USDA erlangen Schätzungen aus Südamerika größere Beachtung als sonst. Nach den Kursverlusten gab es vor dem Wochenende an den Börsen in Chicago und Paris bei Ölsaaten Gewinne.

Sojakomplex: Die Sojabohnen-Futures schlossen am Freitag mit grünen Vorzeichen nach den Verlusten am Donnerstag. Spekulanten kauften einige ihrer Kontrakte wieder zurück und es kam zu Positionsbereinigungen und Glattstellungen vor dem Wochenende. Die März-Bohne gewinnt um 3,50 auf 9,10 US-$/bushel (umgerechnet 292 €/t). Sojaschrot hingegen war weiter nachgebend um 2,20 auf 314,60 US-$/short tons (umgerechnet 302,60 €/t.

Die eigentlich für den vorigen Freitag angekündigten Marktinformationen des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) im Marktreport Wasde waren wegen des Haushaltsstreits in den USA ausgefallen. Das Fehlen verursachte eine deutlich spürbare Unsicherheit im Handel. Denn niemand weiß, wie lange die USDA-Mitarbeiter im Zwangsurlaub bleiben müssen und die wichtigen Informationen über die internationalen Märkte und den USA zu Nachfrage und Angebot von Agrarerzeugnissen nicht veröffentlicht werden.

Die ständig abwärts gerichteten Prognosen von Analysten und staatlichen Stellen in der vergangenen Woche zur Sojabohnenernte in Südamerika verfehlten ihre Wirkung nicht und die Kurse ziehen an.

Nachdem die Handelsgespräche zwischen den USA und China in der abgelaufenen Woche nicht den erhofften Durchbruch brachten, bleibt die Unsicherheit über die weitere Nachfrage aus China nach US-Sojabohnen bestehen. Zudem könnte die grassierende Afrikanische Schweinepest in China die Bestände reduzieren und damit den Sojabedarf einschränken.

Raps: Die ICE-Futures an der kanadischen Plattform schlossen am Freitag nach Shortabdeckungen um 2,80 auf 482,20 kan.-$/t für den März-Termin fester. Gewinne beim Sojakomplex an der Chicago Board of Trade (CBoT) beförderten den festeren Ton in Kanada sowie ein zur Schwäche tendierender kanadischer Dollarkurs. Allerdings fehlt es an einer signifikanten Konsumnachfrage.

Raps an der Pariser Börse konnte seinen Vorsprung leicht ausbauen und endet am Freitag um 1 auf 368,50 €/t freundlich. Händler halten es derzeit für ausgeschlossen, dass kurzfristig wieder der Stand von 380 €/t erreicht werden kann.

Palmöl: Zu einer gewissen Erholung tendierten am Freitag zum Börsenschluss die Palmölnotierungen. Zuvor kamen Befürchtungen von Angebotsüberhängen auf. Die Benchmarke zur Lieferung im März an der Malaysia Derivatives Exchange in Kuala Lumpur stieg um 0,4 Prozent auf 2.171 Ringgit (umgerechnet 530,29 US-$/t).

Rohöl: Die Ölpreise haben am Freitag in die Verlustzone gedreht. Die Nordseesorte Brent kostete 60,67 US-$/Barrel (159 Liter) . Das war 1 US-$/Barrel weniger als am Vortag. Der Preis für die US-Sorte WTI fiel um 87 Cent auf 51,71 US-$/Barrel. Der deutlich gestiegene Dollarkurs belastete die Ölpreise und macht Rohöl für Anleger in anderen Währungsräumen teurer. Auf Wochensicht ging es mit den Ölpreisen kräftig nach oben. Seit dem Tief an Heiligabend sind die Ölpreise um mehr als 20 Prozent gestiegen.

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