Märkte am Morgen: Ölsaaten

Palmöl und Canola schwächeln


Die fallenden Rohölpreise wirken sich auf die Agrarmärkte aus. In Kuala Lumpur und Winnipeg sinken die Notierungen auf langfristige Tiefstände.

Sojakomplex: Neue Exportgeschäfte stützen die Sojanotierungen in den USA. Der November-Kontrakt legte an seinem letzten Handeltag um 3,25 Cent auf 870,50 Cent/bushel zu. Der neue Frontmonat Januar schloss mit einem Plus von 5,25 Cent bei 883,50 Cent/bushel und notiert heute Morgen bei 889 Cent/bushel (288 €/t) ebenfalls im grünen Bereich. Sojaschrot verbuchte am Mittwoch Gewinne von1,80 auf 305,70 US-$/short tons und notiert heute bei 307,00 US-$/short tons (298 €/t) erneut fester. Sojaöl kann ebenfalls Gewinne verbuchen und notiert heute Morgen bei 27,67 Cent/pound (538 €/t).

Ein privater Exportverkauf von 148.000 t Sojabohnen an einen unbekannten Bestimmungsort wurde in den USA vom Markt positiv aufgenommen. Unterstützend wirkte auch, dass die Ernte in den USA langsamer vorankommt als Analysten erwartet hatten. Der Branchenverband NOPA wird die wöchentliche Statistik zur Verarbeitung wegen des Feiertags am Montag erst heute veröffentlichen. Bärisch wirken die nach wie vor guten Aussaatbedingungen in Südamerika.


Raps: Die Rapsnotierungen in Paris gaben am Mittwoch nach. Der Februar schloss mit einem Verlust von 1,75 bei 376 €/t. In Winnipeg fiel Canola auf ein 15-Monats-Tief. Der November ging mit einem Minus von 2,60 bei 471,10 kan-$ aus dem Handelstag, nachdem eine wichtige technische Unterstützung durchbrochen worden war.

Palmöl: Die Palmölnotierungen in Malaysia fielen am Mittwoch erstmals seit drei Jahren unter 2.000 MYR/t. Der meistgehandelte Januar-Kontrakt gab um 1,7 Prozent auf 1.973 MYR/t nach und notiert heute Morgen bei 1.971 MYR/t. Sinkende Rohölnotierungen und die Furcht vor einem weiteren Aufbau der Palmölbestände in Malaysia könnten nach Meinung von Analysten zu weiteren Kursverlusten führen.

Rohöl: Der Rohölmarkt konnte sich nach den heftigen Verlusten vom Dienstag am Mittwoch etwas erholen. Heute Morgen notiert Brent bei 66,00 US-$/Barrel, rund 15 US-$ niedriger als vor einem Monat. Dass Fass WTI wird mit 56,08 US-$ gehandelt. Stützend wirkten Überlegungen in Opec-Ländern, die Produktion im kommenden Jahr zu drosseln. Auf der Bullen-Seite stehen wachsende Lagerbestände und eine hohe Produktion in den USA und die nur teilweise umgesetzten Sanktionen gegen den Iran.

Euro/US-Dollar: Der Euro kann sich weiter leicht erholen. Die Zustimmung der britischen Regierung zur Austrittsvereinbarung mit der EU wurde positiv aufgenommen. Unklar bleibt, wie sich das Parlament verhalten wird. Italien und die EU-Kommission in Brüssel streiten weiter um die Höhe der Neuverschuldung. Heute Morgen notiert der Euro bei 1,1336 US-$ wieder auf dem Niveau vom Wochenbeginn.

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