Märkte am Morgen: Ölsaaten

Raps startet an der Matif durch

Der Rapsmarkt in Europa wird von Währungseinflüssen bestimmt. Die schwächelnden Sojaexporte könnten sich auf die Größe der Lagerbestände in den USA auswirken.

Sojakomplex: Sojabohnen konnten sich am Mittwoch halten. Die Angst vor den Auswirkungen des Handelsstreits in China sorgen über Nacht für erneute Verluste. Die Juli-Bohne schloss gestern mit einem Minus von 0,25 Cent bei 8,67 US-$/bushel und notiert heute Morgen bei 8,64 US-$/bushel (275,47 €/t). Sojaschrot gab gestern bei den meisten Kontrakten leicht nach und steht heute Morgen bei 333,49 US-$/short tons (316,90 €/t). Sojaöl verbuchte kleine Gewinne. Heute Morgen fällt der der Frontmonat Juli auf 28,95 Cent/pound (552,01 €/t).

Morgen veröffentlicht das USDA Zahlen zu den Sojabeständen zum Stichtag 1. Juni. Analysten rechnen mit einer Menge von 1,225 Mrd. bushel, das wären rund 259 Mio. bushel mehr als vor einem Jahr. Beim wöchentlichen Exportbericht, der heute veröffentlicht wird, liegen die Markterwartungen bei Verkäufen von 300.000 bis 600.000 t der alten und 100.000 bis 400.000 t der neuen Ernte. Um den heimischen Bedarf zu decken, wurden in China erneut Sojabohnen aus staatlichen Reserven verkauft.

Raps: Der Handel an der Matif war vom schwachen Euro und steigenden Palmölkursen beeinflusst. Der August machte einen Sprung von 5,25 auf 365,75 €/t. In Winnipeg legte Raps um 2,20 auf 523,70 kan-$/t (339,21 €/t) zu. Morgen veröffentlicht Stats Canada Zahlen zur Canola-Fläche. Analysten erwarten gegenüber der April-Schätzung einen Zuwachs um 1,0 auf 22,4 Mio. arce.

Palmöl: Ein schwacher Ringgit und Engpässe bei der Produktion zogen die Palmölnotierungen in Malaysia auf ein Zwei-Wochen-Hoch. Der meistgehandelte September-Kontrakt legte um 37 Ringgit auf 2.315 MYR/t zu. In Malaysia führen Feiertage zu einem Arbeitskräftemangel, während die Kleinbauern in Indonesien auf die zuletzt gesunkenen Preise mit einer geringeren Anlieferung bei den Ölmühlen reagieren.

Rohöl: Auch die Rohölkurse zogen gestern an. Die Forderung der USA, kein iranisches Öl zu kaufen, und Produktionsausfälle in Kanada mehren die Sorgen vor einem sinkenden Angebot. Heute Morgen wird das Fass Brent mit 77,42 US-$ gehandelt, WTI notiert bei 72,43 US-$.

Euro/US-Dollar: Die gute Wirtschaftslage in den USA stützt den US-Dollar und sorgt beim Euro für einen weiteren Wertverfall. Gestern fiel der Euro deutlich unter 1,1600 US-$. Heute Morgen notiert die Gemeinschaftswährung bei 1,15,66 US-$.

 

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