Märkte am Morgen: Ölsaaten

Regen behindert Ernte in Argentinien


Auf die monatelange Trockenheit folgen in Argentinien heftige Regenfälle. Weitere Einbußen beim Ertrag werden befürchtet.

Sojakomplex: Die Sojanotierungen in Chicago stoppen ihre Talfahrt. Am Dienstag können die Futures um rund 8 Cent zulegen. Die Mai-Bohne schloss mit einem Plus von 9 Cent bei 10,11 US-$/bushel (310,63 €/t). Mai-Sojaschrot stieg um 3,90 US-$ auf 388,70 US-$/short tons (356,69 €/t). Sojaöl gab mit den sinkenden Rohölnotierungen nach und ging mit 30,49 Cent/pound (570,40 €/t) aus dem Handelstag.

Das Tempo der Aussaat liegt in 12 der 18 großen Bundesstaaten inzwischen auf dem Niveau der Vorjahre oder sogar leicht darüber. Vom neuen Wasde, der am Donnerstag vom USDA veröffentlicht wird, erwarten Analysten eine leichte Reduzierung der US-Endbestände.


Die Sojabohnenimporte Chinas lagen im April mit 6,9 Mio. t um knapp 14 Prozent unter der Vorjahresmenge. Gegenüber dem März legten die Einfuhren allerdings um 22 Prozent zu. In Argentinien drohen weitere Einbußen bei der Sojaernte. Heftige Regenfälle erschweren die Erntearbeiten und könnten sich negativ auf Menge und Qualität der Bohnen auswirken.

Raps: Der schwache Euro stützt weiter den europäischen Rapsmarkt. Der August attackierte gestern erneut vergeblich die 350-Euro-Marke und schloss mit einem Plus von 1,00 € bei 349,25 €/t. Auch Canola profitiert vom starken US-Dollar. Der Juli-Future legte am Dienstag um 3,60 kan-$ auf 528,50 kan-$/t (42,92 €/t) zu. Hohe Temperaturen sorgen im Westen Kanadas für eine zügige Aussaat. In Manitoba sind die Böden allerdings zu trocken. Es werden dringen Regenfälle benötigt, um die Pflanzen bei der Keimung zu unterstützen.

Palmöl: Die Kurse in Malaysia konnten am Dienstag zunächst noch einmal zulegen. Zum Handelsschluss stand aber ein leichter Verlust von 0,1 Prozent. Der Juni fiel auf 2.381 MYR/t und steht heute Morgen mit 4 Ringgit im Minus. Niedrigere Sojaölnotierungen und die Angst vor einem schwächeren Exportgeschäft im Mai drückten die Stimmung.

Rohöl: Gewinnmittnahmen sorgten am Dienstag für eine deutliche Korrektur auf dem Rohölmarkt. Das Fass Brent verbilligte sich um 1,32 US-$ auf 74,85 US-$/Barrel. WIT verlor 1,67 US-$ auf 69,06 US-$/Barrel. Nachdem US-Präsident Donald Trump gestern Abend die Kündigung des Atomabkommens mit dem Iran bekannt gab, legten die Ölpreise wieder zu. Heute Morgen notiert Brent bei 76,69 US-$/Barrel und WTI bei 70,64 US-$/Barrel.

Euro/US-Dollar: Der Euro verliert weiter an Wert und kann auch die Marke von 1,19 US-$ nicht halten. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Referenzkurs gestern bei 1,1870 US-$ fest (Montag: 1,1902 US-$). Heute Morgen notiert der Euro bei 1,1854 US-$ erneut im Minus.

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