Märkte am Morgen: Ölsaaten

Schnelle Ernte in Brasilien


Die Exporte von US-Bohnen nach China lösen in Chicago keine Euphorie aus. Für Druck sorgt die frühe Ernte in Brasilien.

Sojakomplex: Die Sojanotierungen in Chicago bewegen sich am Montag nur wenig. Die Bohne legte um 0,75 Cent auf 918,50 Cent/bushel zu und notiert heute Morgen bei 918,00 Cent/bushel (295,11 €/t) leicht schwächer. Sojaschrot gab am Montag um 1,20 auf 310,60 US-$/short tons nach und fällt heute Morgen auf 310,00 US-$/short tons. Sojaöl verbuchte zu Beginn der Woche Gewinne von 0,24 Cent auf 30,13 Cent/pound (581 €/t).

Obwohl in China am Montag das Neujahrsfest gefeiert wurde, kauften staatliche Agenturen beträchtliche Mengen an Sojabohnen aus den USA und lösten damit Zusagen ein, die in den Handelsgesprächen in der vergangenen Woche gemacht worden waren. Nach Käufen von 2,5 bis 3,0 Mio. t vom vorigen Freitag sollen nun noch einmal 1 bis 2 Mio. t in den USA geordert worden sein.


An der Börse lösten die Nachrichten keine großen Reaktionen aus, denn die Lieferungen sind bereits in die Kurse eingepreist. Am grundsätzlichen Problem der Strafzölle ändern die Geschäfte nichts. Der Markt wartet nun auf neue Zahlen aus dem US-Landwirtschaftsministerium (USDA), die am Freitag veröffentlicht werden. Besonderes Interesse gilt dabei den Exportaussichten und den Endbeständen im Wirtschaftsjahr 2018/19.

Die schnelle Ernte in Brasilien setzt den Sojamarkt unter Druck. 19 Prozent der Flächen sind laut AGRural bereits geerntet, das ist deutlich mehr als im Fünfjahresdurchschnitt, der bei 6 Prozent liegt.

Raps: Die Rapsnotierungen in Paris gaben am Montag nach. Der Mai verlor 1,75 auf 370,50 €/t. In Winnipeg legte Canola um 1,50 auf 483,90 kan-$ zu. Ein schwächerer kanadischer Dollar und die gute inländische Nachfrage der Ölmühlen wirkten unterstützend.

Palmöl: Der Palmölmarkt in Malaysia schloss am Montag mit Gewinnen. Der meistgehandelte April-Kontrakt legte um 0,3 Prozent auf 2.306 MYR/t zu. Analysten und Händler erwarten einen Abbau der Palmöl-Bestände in Malaysia, die im Dezember den höchsten Stand seit fast 20 Jahren erreicht hatten. Am Montagmittag schloss die Börse wegen des Neujahrsfests für zwei Tage. Am Donnerstag wird der Handel wieder aufgenommen.

Rohöl: Ein festerer US-Dollar zog den Ölmarkt am Montag ins Minus. Brent und WTI verloren rund 1,3 Prozent. Heute Morgen notieren beide Sorten ebenfalls leicht schwächer. Dass Fass Brent wird mit 62,72 US-$/Barrel gehandelt, WTI mit 54,81 US-$. Gestützt wird der Markt von einer sinkenden Ölproduktion in den Opec-Staaten. Im Januar fiel die tägliche Fördermenge um 1,53 auf 31,02 Mio. Barrel.

Euro/US-Dollar: Robuste Konjunkturdaten in den USA stützen den US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs des Euros auf 1,1445 (Freitag: 1,1471) US-$ fest. Heute Morgen wird der Euro bei 1,1433 US-$ gehandelt.

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