Märkte am Morgen: Ölsaaten

Sojabohnen profitieren vom Regen


Die Aussichten für die Sojabohnen sind im Corn Belt vorerst günstig. In vielen Regionen Europas enttäuschen die Rapserträge. Rohöl gibt wieder nach.

Sojakomplex: Bessere Wetteraussichten setzten am Mittwoch die Sojanotierungen in Chicago unter Druck. Der November-Kontrakt verlor 11 Cent auf 878 Cent/bushel und kann sich heute Morgen auf 881 Cent/bushel (290,62 €/t) erholen. Beim Schrot schloss der umsatzstärkste September-Kontrakt mit Verlusten von 4,60 bei 294,60 US-$/short tons und wird heute Morgen bei 294,90 US-$/short tons (290,62 €/t) gehandelt. Dezember-Öl schloss nahezu unverändert bei 29,61 Cent/pound und notiert am Morgen bei 29,61 Cent/pound (586,49 €/t).

In den kommenden sieben Tagen werden im Corn Belt milde Temperaturen und Niederschläge erwartet, die in der aktuellen Entwicklungsphase der Pflanzen günstig sind. Der westliche Corn Belt soll dabei etwas stärker von den Regenfällen profitieren als der Osten.  

Vom wöchentliche Exportbericht, den das USDA heute veröffentlicht, erwarten Händler Bohnensausfuhren von 50.000 bis 300.000 t aus der alten und 100.000 bis 400.000 t aus der neuen Ernte. Beim Schrot wird mit 175.000 bis 400.000 t gerechnet, beim Öl mit 8.000 bis 32.000 t.

Raps: An der Matif profitierte Raps erneut von den festen Pflanzenölmärkten. Der November legte um 1,50 auf 377,00 €/t zu. Auch die schwachen Erträge, die aus vielen Regionen Europas gemeldet werden, halfen den Pariser Markt. Canola in Winnipeg gewann 1,30 auf 450,20 kan-$/t und notiert heute Morgen bei 450,10 kan-$/t. Bessere Crush-Margen und ein schwächerer kanadischer Dollar stützten den vorderen Markt. Spätere Termine gaben an der ICE nach.

Palmöl: Gestern konnte Palmöl in Malaysia noch einmal um 8 Ringgit auf 2.219 MYR/t zulegen. Heute Morgen sind die Vorzeichen rot und der meistgehandelte Oktober-Kontrakt verliert 16 Ringgit auf 2.203 MYR/t. Gewinnmitnahmen und niedrigere Rohölpreise sorgen für fallende Kurse. Das indonesische Ministerium für Energie und Bodenschätze teilte mit, dass Biodiesel mit 30 Prozent Palmdiesel-Anteil diese Woche eine Reihe von Kältetemperaturtests bestanden habe. Dies unterstützt die Pläne der Regierung, den Palm-Anteil im Diesel ab 2020 anzuheben. So sollen mögliche Absatzeinbußen beim Export in die EU ausgeglichen werden.

Rohöl: Auf dem Rohölmarkt bleibt die Nervosität groß. Enttäuschende Daten zur Industrieproduktion in China und Europa schürten die Furcht vor einer sinkenden Nachfrage. Zudem fiel der wöchentliche UVP-Bericht in den USA bärisch aus, denn die Rohölvorräte stiegen, obwohl ein Rückgang erwartet worden war. Brent und WTI gaben deshalb um rund 3 Prozent nach und notieren heute Morgen bei 59,12 und 54,99 US-$/Barrel.

Euro/US-Dollar: In Deutschland schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im 2. Quartal um 0,1 Prozent. Der größten Volkswirtschaft Europas droht damit eine Rezession. Dies setzte den Euro am Mittwoch unter Druck. Heute Morgen notiert der Euro bei 1,1151 US-$.

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