Märkte am Morgen: Ölsaaten

Sojaöl zieht Palmöl nach oben

Die Märkte für Erdöl und Pflanzenöle gehen fest gestimmt ins neue Jahr. Auch die Bohne startet mit grünen Vorzeichen. Raps kann davon noch nicht profitieren.

Sojakomplex: Nach Verlusten am Mittwoch und Donnerstag ging die Bohne in Chicago am Freitag mit einem Plus aus dem alten Jahr. Der Januar legte um 6 Cent auf 9,52 US-$/bushel zu. Seit dem 5. Dezember haben Sojabohnen allerdings um 5,5 Prozent nachgegeben. Sojaschrot konnte am letzten Handelstag 2017 um 80 Cent auf 312,60 US-$/short ton zulegen, Sojaöl verbuchte einen Gewinn von 0,58 Cent auf 33,08 Cent. Heute Morgen notiert die Bohne bei Gewinnen von 5 bis 6 Cent erneut im grünen Bereich.

Der USDA-Exportbericht zeigt in der vergangenen Woche für das Jahr 2017/18 Ausfuhren von 975.000 t und für 2018/19 weitere 81.000 t Sojabohnen. Die Bilanz des USA lag damit am untere Rand der Erwartungen. Die Sojaschrotexporte überraschten dagegen mit 288.000 t für dieses und 18.000 t für das kommende Wirtschaftsjahr positiv. Auch die Ausfuhren von 44.000 t Sojaöl erfreuten die Anleger.

Die institutionellen Anleger hatten indes ihre Shortpositionen, die Annahmen auf fallende Kurse spiegeln, in der Woche bis zum 26. Dezember um 19.000 auf 141.000 Kontrakte ausgebaut. Die Zahl der Longpositionen blieb mit 69.000 unverändert. Beim Sojaöl und Sojaschrot war die Stimmung ebenfalls bärisch. Die Shortpositionen wurden ausgebaut, während die Longpositionen reduziert wurden.

Raps: Unterstützt von der Entwicklung in Chicago konnte Matif-Raps am Freitag auf niedrigem Niveau leicht zulegen. Der Februar ging mit einem Plus von 25 Cent bei 347,75 €/t aus dem Jahr 2017. Der Schlusskurs vom Donnerstag hatte allerdings noch den tiefsten Stand seit dem 2. März 2016 markiert.

Auch Canola in Winnipeg profitierte am Freitag vom festeren Sojakomplex. Ein stärkerer Kanadischer Dollar begrenzte allerdings die Gewinne. Der Januar schloss mit einem Plus von 2,90 Can-$ bei 480,40 Can-$/t. Gestützt wird der kanadische Rapsmarkt derzeit von der Kältewelle, die Landwirt davon abhält, eingelagerte Ware zu verkaufen. Bei der Rapsverarbeitung bleiben die Ölmühlen in Kanada hinter dem Vorjahresergebnis zurück. In der Woche bis zum 27. Dezember wurden 179.000 t verarbeitet, das waren 11,4 Prozent weniger als in der Vorwoche. Die gesamte Verarbeitung lag mit 4,77 Mio. t leicht unter der Vorjahresmenge von 4,79 Mio. t. Sollte die Verarbeitung der kanadischen Ölmühlen, die 2017 zu 85 Prozent ausgelastet waren, nicht anziehen, müssten größere Mengen aus der Ernte 2017 im Ausland vermarktet werden.

Palmöl: Palmöl startet mit steigenden Kursen in das neue Jahr. Nachdem die Notierungen am Freitag noch nachgegeben hatten, sind die Vorzeichen heute Morgen grün. Der umsatzstärkste März-Future notiert bei 2.538 MYR/t mit 35 Ringgit im Plus und folgt damit den höheren Sojaölnotierungen in Chicago.

Eine Trendwende ist aber noch nicht in Sicht. Analysten rechnen damit, dass die Lagerbestände Ende Dezember auf den höchsten Stand im Jahr 2017 ansteigen werden. Die Exporte Malaysias sind nach ersten Einschätzungen im Dezember gegenüber dem November um 1 Prozent gestiegen. Für den Januar wird mit einer anziehenden Nachfrage aus China gerechnet. Die Produktion in Malaysia ist im November saisonal bedingt um 3,3 Prozent auf 1,94 Mio. t gesunken.

Rohöl: Die politischen Unruhen im Iran und positive Wirtschaftsdaten aus China stützen den Ölmarkt. Heute Morgen notiert das Fass WTI mit 23 Cent im Plus bei 60,65 US-$. Brent steigt um 29 Cent auf 67,16 US/barrel.

Euro/Dollar: Das neu Jahr startet mit einer starken Vorstellung des Euros. Der Kurs steigt heute Morgen auf 1.2027 US-$. Abgesehen von seinem Zwischenhoch Mitte September dieses Jahres ist das der höchste Stand seit drei Jahren.

 

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