Märkte am Morgen: Ölsaaten

Sojaschrot deutlich teurer


In Chicago erholt sich die Bohne weiter und auch beim Schrot bleibt die Stimmung positiv. Raps verliert erneut. Die Türkei sorgt für einen Anstieg der Ölpreise.

Sojakomplex: Die Stimmung am Sojamarkt bleibt freundlich. Die Bohne kann am Montag um 4 bis 7,5 Cent zulegen. Der März-Future ging mit einem Gewinn von 7 Cent bei 9,84 US-$/bushel aus dem Handelstag und hat damit in diesem Jahr knapp 60 Prozent der seit Anfang Dezember erlittenen Verluste wettgemacht. Sojaschrot verteuerte sich deutlich. Der März legte um 7 US-$ auf 338,60 US-$/short ton zu. Sojaöl verlor dagegen leicht auf 32,16 Cent/pound.

Unterstützung erhielt die Bohne vom aktuell besseren Exportgeschäft. Für die Woche bis zum 18. Januar bilanziert das USDA Ausfuhren von 1,42 Mio. t, das sind 14 Prozent mehr als in der Vorwoche und 9,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt bleibt das Exporttempo der USA aber deutlich kleiner als in den Vorjahren. Das USDA geht in dieser Saison mit 58,8 Mio. t ohnehin von einer etwas kleineren Menge aus als im Vorjahr (59,2 Mio. t). Vermarktet wurden davon bisher lediglich 73 Prozent, das ist weniger als im Vorjahr zu diesem Zeitpunkt (85 Prozent) und liegt noch deutlicher unter dem mehrjährigen Durchschnitt von 87 Prozent.

In Brasilien verläuft der Start in die Sojaernte zäh. Bis Sonntag wurden erst 0,8 Prozent der Felder geerntet, das ist weniger als im Vorjahr (2,2 Prozent) und liegt unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 1,2 Prozent. Verantwortlich für die Verzögerungen ist vor allem der für den Sojaanbau bedeutendste Bundesstaat Mato Grosso, berichtet AgRural. Dort liegt der Erntefortschritt mit 2,8 Prozent unter dem Vorjahr (7,5 Prozent) und dem Fünfjahresdurchschnitt (3,9 Prozent). Trotz der Schwierigkeiten erwartet AgRural weiter hohe Erträge.

Raps: An der Matif bewegen sich die Rapskurse den dritten Handelstag in Folge nur wenig. Der Februar verliert 75 Cent auf 344,75 €/t. Auch Canola gibt leicht nach. Der März schließt mit einem Minus von 40 Cent bei 493,70 Can-$.

Palmöl: Das von der EU beabsichtigte Aus der Palmölnutzung in Kraftstoffen stößt in Malaysia weiter auf Protest. Der Handelsminister des Landes, Mustapa Mohamed, sieht darin eine „potenzielle Verletzung der Regeln der Welthandelsorganisation (WTO)". Malaysia werde deshalb die Abgelegenheit in der WTO zur Sprache bringen. Die Palmölkurse konnten gestern zulegen, geben heute Morgen aber wieder nach. Der Februar schloss am Montag mit einem Plus von 30 Ringgit bei 2.465 MYR/t und steht heute Morgen mit 7 Ringgit im Minus. Spätere Termine verlieren um bis zu 17 Ringgit.

Rohöl: Das Vorrücken türkischer Truppen nach Syrien verunsichert den Ölmarkt. Brent verteuert sich gestern 31 Cent auf 69,02 US-$/barrel. WTI legte um 12 Cent auf 63,49 US-$ zu. Heute Morgen bewegen sich die Ölnotierungen im grünen Bereich. Brent steht bei 69,42 und WTI bei 63,99 US-$/barrel.

Euro/US-Dollar: Die Einigung zwischen Republikanern und Demokraten im Haushaltsstreit hat dem Doller keinen Auftrieb gegeben. Der Euro notiert heute Morgen bei 1,2263 US-$ weiter auf einem hohen Niveau.

 

 

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