Märkte am Morgen: Ölsaaten

Trump twittert die Bohne ins Plus

Trotz eines bärischen Wasde legt die Bohne in Chicago zu. Ein Tweet von Präsident Tramp weckt Hoffnungen.

Sojakomplex: Die Sojanotierungen in Chicago beendeten den gestrigen Handelstag mit Gewinnen und stehen auch im nachbörslichen Handel im Plus. Die Bohne legte in Chicago am Dienstag um 5 Cent zu. Heute Morgen notiert der Januar nach Gewinnen von weiteren 4,75 Cent bei 919,75 Cent/bushel (298,31 €/t). Auch bei Sojaschrot mit 312,40 US-$/short ton (303,05 €/t) und Sojaöl mit 29,04 Cent/pound (564,97 €/t) sind die Vorzeichen grün.

Einmal mehr hatte gestern US-Präsident Donald Trump den Markt beeinflusst. Er twitterte, dass China „enorme Mengen“ an US-Bohnen kaufen werde und nährte damit die Hoffnung auf eine Entspannung im Handelsstreit. In den vergangenen Monaten hatten ähnliche Aussagen für deutlich mehr Bewegung an den Börsen gesorgt. Inzwischen sind die Anleger vorsichtiger und warten ab, ob sich aus den Ankündigungen reale Exportgeschäfte ergeben. Die Spannungen zwischen den USA und China konnten gestern ein wenig verringert werden. Die in Kanada auf Drängen der US-Justizbehörden verhaftete Finanzchefin von Huawei, Meng Wanzhou, wurde gegen Kaution aus dem Gefängnis entlassen.


In den wichtigsten brasilianischen Anbaugebieten im Zentrum und im Süden des Landes blieb es in den vergangenen Tagen trocken. In einigen Gebieten in Parana und Mato Grosso do Sul hat es seit drei Wochen nicht geregnet. Sollten dort in den kommenden Tagen keine Niederschläge fallen, könnte das negative Auswirkungen auf die Erträge haben.

Raps: Weder der schwache Euro noch die festeren Sojanotierungen konnten dem Raps an der Matif helfen. Der Februar verlor 1,50 €/t auf 369,00 €/t. In Winnipeg gab Canola um 2,10 Can-$ auf 485,50 Can-$/t nach. Nach der Rally vom Montag sorgten Gewinnmitnahmen für eine Korrektur. In seinem gestern veröffentlichen Bericht zu den globalen Märkten für Ölsaaten senkt das USDA die Exportprognose für Australien wegen der schwachen Ernte um 200.000 t auf 2,0 Mio. t. Die fehlenden Mengen beschneiden die Importmöglichkeiten der EU, für die das USDA die Menge um 100.000 t auf 4,3 Mio. t reduziert. Die Prognose für die globale Rapsproduktion wird gegenüber dem November-Bericht um 700.000 t auf 70,2 Mio. t gesenkt, die Endbestände schrumpfen um 200.000 t auf 5,97 Mio. t.

Palmöl: Nach den Gewinnen vom Montag gaben die Palmölnotierungen am Dienstag wieder kräftig nach. Der meistgehandelte Februar-Kontrakt verlor 27 Ringgit auf 2015 MYR/t und notiert heute Morgen bei 2025 MYR/t im Plus.

Rohöl: Die Erholung an den asiatischen Aktienmärkten und die angekündigte Förderkürzung durch die Opec ziehen die Ölnotierungen nach oben. Heute Morgen wird das Fass Brent mit 60,88 US-$ gehandelt und WTI mit 52,26 US-§. Die USA werden in diesem Jahr zum weltweit größten Ölproduzenten aufsteigen. Energy Information Administration (EIA) berichtete am Dienstag, die durchschnittliche Tagesproduktion werde gegenüber 2017 um 1,53 Mio. barrel auf 10,88 Mio. barrel steigen. Im kommenden Jahr sei ein neuer Rekord von 12,06 Mio. barrel möglich.

Euro/US-Dollar: Die Hängepartie beim Brexit und Versprechungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in der Sozialpolitik sorgten am Dienstag für einen schwächeren Euro. Am Abend drohte die Gemeinschaftswährung unter 1,13 US-$ zu fallen, konnte sich aber etwas erholen und notiert heute Morgen bei 1.1332 US-$.

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