Märkte am Morgen: Ölsaaten

Trump will Zölle nicht sofort senken


Im Handelsstreit mit China verfolgt der US-Präsident weiter eine harte Linie. Die Rapsnotierungen in Europa setzen die Erholung fort.

Sojakomplex: Die Sojanotierungen in Chicago konnten am Donnerstag leicht zulegen. Die Mai-Bohne schloss mit einem Plus von 4,5 Cent bei 910,5 Cent/bushel und wird heute Morgen bei 911 Cent/bushel (204,09 €/t) gehandelt. Sojaschrot verbuchte Gewinne von 3,70 US-$ auf 315,30 US-$/short tons und notiert vorbörslich bei 315,40 US-$/short tons (304,56 €/t).

Die Exportverkäufe von US-Bohnen lagen in der Woche bis zum 14. März bei 400.000 t, das war deutlich unterhalb der Erwartungen von 600.000 bis 1,6 Mio. t. Mit 41,5 Mio. t sind die gesamten Exportverpflichtungen mit 41,5 Mio. t um 17 Prozent niedriger als vor einem Jahr.


US-Präsident Donald Trump äußerte sich am Donnerstag zu Handelsgesprächen mit China. Er zeigte sich optimistisch, dass eine Einigung erzielt werden kann, stellte aber auch fest, dass die US-Strafzölle anschließend noch in Kraft bleiben werden. Zunächst solle abgewartet werden, ob sich China an die Abmachungen hält, so Trump. China hat sich offenbar verpflichtet, die Einfuhren von Agrarprodukten aus den USA auf 30 Mrd. US-$ zu erhöhen. Vor dem Handelskrieg lag das Handelsvolumen bei 21 Mrd. US-$. Ökonomen bezweifeln, dass die Landwirtschaft in den USA einen Schub bekommen wird. Die Vereinbarung werde zu einer Verschiebung der Handelsströme führen. Bei größeren Lieferungen nach China könnte der Absatz in andere Länder sinken, befürchten sie.

Raps: An der Euronext legte Raps am Donnerstag noch einmal 1,00 auf 359,50 €/t zu, scheiterte aber am Widerstand bei 360,00 €/t. Die Umsätze waren erneut klein. Canola legte kurz vor dem Handelsschluss kräftig zu und schloss mit einem Plus von 3,50 bei 468,20 kan-$/t. Gestützt wurde der Markt von einem schwächeren kanadischen Dollar.

Palmöl: An der Börse in Malaysia setzte sich am Donnerstag der positive Trend der vergangenen Tage fort, die Rally verlangsamte sich aber. Der umsatzstärkste Juni-Kontrakt konnte noch einmal um 8 Ringgit auf 2.172 MYR/t zulegen, gibt über Nacht aber 17 Ringgit ab.

Rohöl: Nach den Gewinnen zu Beginn der Woche brachte der Donnerstag eine leichte Korrektur. Ein festerer US-Dollar drückte die Preise etwas nach unten. Heute Morgen wir das Fass Brent bei 67,83 US-$ gehandelt, WTI bei 59,95 US-$.

Euro/US-Dollar: Der Euro profitierte am Donnerstag von der Zinswende der US-Notenbank und stieg bis auf 1,1448 US-$. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1387 (Mittwoch: 1,1354) US-$ fest. Heute Morgen notiert der Euro bei 1,1379 US-$.

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