Märkte am Morgen: Ölsaaten

Trump zahlt zweite Rate an Sojafarmer

Der Markt wartet weiter auf große Sojageschäfte der USA mit China. Kurz vor Weihnachten beglückt der US-Präsident die Landwirte mit der Zusage für weitere Hilfsgelder.

Sojakomplex: Die Sojanotierungen in den USA profitieren wieder von der Hoffnung auf neue Geschäfte mit China. Die Bohne legte am Montag um 4,25 Cent auf 904,75 Cent/bushel zu und notiert heute Morgen bei 905 Cent/bushel (293,13 €/t) leicht schwächer. Sojaschrot verteuerte sich um 1,80 US-$ auf 309,10 US-$/short tons und steigt im nachbörslichen Handel auf 309,60 US-$/short tons (299,86 €/t). Sojaöl gab um 0,32 Cent auf 28,17 Cent/pound nach und notiert heute Morgen bei 28,25 Cent/pound (548,99 €/t).

In der Woche bis zum 13. Dezember exportierten die USA 975.000 t Sojabohnen, das waren 5,21 Prozent mehr als in der Vorwoche, aber 45,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Sojabohnenverarbeitung in den USA bewegt sich weiter auf einem hohen Niveau. Im November lag der Crush bei 1,48 Mrd. bushel, das waren 2,1 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Gegenüber dem Oktober ging die Produktion, wegen eines Arbeitstags weniger, um 3,1 Prozent zurück.


Die Landwirte in den USA werden im Januar die zweite und letzte Rate der Hilfszahlungen von 4,7 Mrd. US-$ erhalten, mit denen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Handelskriegs gemildert werden sollen. Insgesamt zahlt die US-Regierung 9,6 Mrd. US-$ aus. Hauptprofiteure sind die Sojaproduzenten, die insgesamt 7,3 Mrd. US-$ erhalten.

Die seit Wochen anhaltende Trockenheit besorgt die Sojafarmer in Paraguay. Nach einem regnerischen Oktober blieben im November Niederschläge fast völlig aus. Derzeit ist es heiß und trocken, worunter besonders die früh gepflanzten Bestände leiden. Das USDA schätzt die Sojaernte derzeit auf 10,8 Mio. t.

Raps: Der Rapsmarkt in Paris bleibt schwach. Am Montag gab der Februar-Future um 1,50 auf 368,00 €/t nach. In Winnipeg schloss die Börse uneinheitlich. Vordere Termine legten leicht zu, spätere gaben etwas nach. Der Januar gewann 60 Cent auf 478,40 kan-$/t. Ein schwächerer kanadischer Doller und die Nachfrage des Konsums wirkten in Kanada unterstützend.

Palmöl: Die Palmölnotierungen in Kuala Lumpur starteten mit Verlusten in die Woche. Der meistgehandelte März-Kontrakt verlor 16 Ringgit auf 2.121 MYR/t. Schwächere Vorgaben der chinesischen Börse in Dalian und niedrige Sojaölnotierungen in Chicago drückten die Stimmung. Heute Morgen notiert Palmöl bei 2.122 MYR/t nahezu unverändert. Uneinheitlich sind die Prognosen für die Palmölexporte Malaysias in der 1. Dezember-Hälfte. Die Hoffnungen richten sich nun auf eine stärkere Nachfrage zum chinesischen Neujahrsfest.

Rohöl: Trotz der von der Opec beschlossenen Kürzung der Ölproduktion schließen Analysten nicht aus, dass im kommenden Jahr das Angebot die Nachfrage übersteigen könnte. Der Ölhandel an den Börsen zeigt derzeit keine klare Richtung. Am Montag legten die Notierungen zunächst kräftig zu, gaben später aber umso stärker nach. Heute Morgen wird das Fass Brent mit 59,84 US-$ leicht schwächer gehandelt. WTI notiert bei 50,34 US-$/Barrel ebenfalls im Minus.

Euro/US-Dollar: Ab heute trifft sich die Spitze der US-Notenbank, um über die Zinspolitik zu beraten. Analysten erwarten eine Anhebung des Leitzinses von 2,25 auf 2,50 Prozent. In Europa kann sich der Euro nach dem Absturz am Freitag erholen. Heute Morgen notiert er bei 1,1343 US-$.  

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China Paraguay OPEC

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