Märkte am Morgen: Ölsaaten

USA fixieren Zölle auf Biodiesel

Unglaublich, wie schnell sich das Blatt wendet. Nach dem Kursrutsch in Reaktion auf eine nahezu unveränderte Sojabohnenernte in den USA im November-Wasde, steigen die Notierungen einen Tag später wieder. Die USA verbannen Biosprit aus Argentinien und Indonesien.

Sojakomplex: An der Chicagoer Börse (CBoT) erholten sich am vergangenen Freitag die Kurse wieder, nachdem diese am Donnerstag nach der Veröffentlichung des Wasde-Reports abschmierten. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hatte die Zahlen zur US-Sojaproduktion sowie die Bestände kaum gegenüber der Oktober-Schätzung verändert. Die Dezember-Bohne gewinnt an der Chicagoer Börse (CBoT) leicht hinzu und geht mit 9,77 US-$/bushel aus dem Handel. Auch das Sojaschrot verabschiedet sich mit 314,50 US-$/short tons positiv ins Wochenende.

Am Markt kommen Sorgen auf, ob es in den brasilianischen Soja-Anbaugebieten genug regnet. Denn das Wetterphänomen La Nina könnte mit einer Wahrscheinlichkeit von 65 bis 75 Prozent Trockenheit bringen. 

Höhere Antidumpingzölle für argentinischen Biodiesel

Das US-Handelsministerium hat die finalen Antidumpingzölle für Biodieseleinfuhren festgelegt. Für Biodiesel aus Argentinien beträgt der Zollsatz 71,45 bis 72,28 Prozent und liegt damit sogar höher als bisher. Für Biodiesel aus Indonesien ist er von 34,45 bis 64,73 Prozent leicht niedriger ausgefallen.

 

Raps: Trotz guter Exportzahlen von kanadischem Canola-Raps gibt der neue Frontmonat Januar an der kanadischen Börse in Winnipeg leicht nach auf 515 Can-$/t. An der Pariser Börse Euronext folgen die Rapskurse mit Verspätung den Vorgaben aus Chicago. Am Freitag schließt der Februar-Kontrakt knapp oberhalb der Marke von 380 €/t.  

Palmöl: Zum Wochenschluss notierte Palmöl an der Börse in Kuala Lumpur erneut schwächer. Händler werten dies als Reaktion auf den WASDE-Bericht zu Ölsaaten, den das USDA am Donnerstag veröffentlichte. Das schwächere US-Sojaöl erhöht den Druck. Palmöl zur Lieferung im Januar steht bei 2.797 Ringgit/t.

Rohöl: Die Ölpreise steigen. Am Freitag kostete die Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar 64,10 US-$/Barrel (159) Liter. Der Preis für die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Dezember stieg um 4 Cent auf 57,21 US-$/Barrel. Die Ölpreise liegen jetzt auf dem Niveau von Mitte 2015. Die Opec-Länder wollen ihre Fördergrenzen über März 2018 hinaus verlängern. Diese Aussicht stützt die Preise.

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