Märkte am Morgen: Ölsaaten

Viel Canola in kanadischen Silos


Zum Jahreswechsel lagerte in Kanada so viel Canola wie noch nie. Belastet werden die Ölsaatenmärkten auch vom Kursrutsch bei Aktien.

Sojakomplex: Nachrichten über Regenfälle in Argentinien trieben die Sojanotierungen am Montag weiter nach unten. Auch Kursverluste an den Aktien-Börsen belasteten die Stimmung in Chicago. Der März verlor noch einmal 9 Cent auf 9,70 US-$/Bushel (287,62 €/t) und hat damit seit Mittwoch vergangener Woche drei Prozent eingebüßt. Sojaschrot gab um 4,40 US-$ auf 327 US-$/short ton nach (289,90 €/t), Sojaöl hielt sich bei 32,50 Cent/pound (578,08 €/t).

Der USDA-Inspektionsbericht bilanzierte für die Woche bis zum 1. Februar Sojaausfuhren von 1,3 Mio. t, das war zwar 15 Prozent mehr als in der Vorwoche, lag aber noch immer um 21 Prozent unter der Menge aus dem Vorjahr. Die Erwartungen des Marktes von 1,2 Mio. t wurden dennoch leicht übertroffen.


Raps: Kanada ging mit den historisch höchsten Canola-Beständen in das neue Jahr. In den Silos lagen zum 31. Dezember 2017 noch 14,15 Mio. t, das waren 5,7 Prozent mehr als Ende 2016. Die große Menge war von Analysten erwartet worden. Sie hatten sogar mit 14,3 Mio. t gerechnet. Die Statistik war so in den Kursen bereits eingepreist. Canola konnte am Montag deshalb sogar leicht zulegen und schloss mit einem Plus von 30 Cent bei 494,90 Can-$/t (317,81 €/t). Unterstützend wirkten der schwächere Kanadische Dollar, eine geringe Verkaufsbereitschaft der Farmer und etwas bessere Margen der Ölmühlen. In Paris bewegten sich die Rapsnotierungen nur wenig. Der Mai gab um 25 Cent auf 345,50 €/t nach.

Palmöl: Ein schwächerer Ringgit stützte die Palmölnotierungen in Malaysia. Der umsatzstärkste April-Future stieg am Montag um 0,9 Prozent auf 2.489 MYR/t und steht heute Morgen leicht im Minus. Laut einer Reuters-Umfrage könnte die malaysische Palmölproduktion im Januar saisonbedingt auf 1,56 Mio. t gesunken sein, das wäre der niedrigste Wert seit sieben Monaten. Der Rückgang gegenüber dem Dezember von 14,9 Prozent wäre der stärkste seit zwei Jahren. Dennoch sollen die Endbestände um 0,6 Prozent auf 2,75 Mio. t gestiegen sein. Bei den Exporten wird ein Rückgang von 8,1 Prozent auf 3,31 Mio. t erwartet.

Rohöl: Fallende Aktienkurse und eine weitere Steigerung der US-Ölproduktion ziehen die Ölnotierungen in Minus. Das Fass Brent verbilligte sich am Montag um 48 Cent auf 67,62 US-$ und notiert heute Morgen bei 67,05 US-$. WTI gab um sogar um 1,30 US-$ auf 64,15 US-$/Barrel nach und steht heute Morgen bei 63,59 US-$/Barrel erneut tief im Minus. Die Zahl der Ölförderstellen in den USA erhöhte sich in der vergangenen Woche um sechs auf 765, das ist der höchste Wert seit dem 11. August 2017.

Euro/US-Dollar: Die Korrektur des Eurokurses setzte sich am Montag fort. Der Euro schloss bei 1,2376 US-Dollar und verlor dabei gegenüber dem Freitag 0,82 Cent.

stats