Märkte am Morgen: Ölsaaten

Warten auf Signale aus China


Der Sojamarkt bleibt auf das Thema Handelsstreit fixiert. Palmöl steht unter Druck. Rohöhl gibt vor dem heutigen Opec-Treffen nach.

Sojakomplex: Mit kleinen Gewinnen verabschiedete sich die Bohne am Mittwoch aus dem Handelstag. Der Januar legte um 1,6 Cent auf 913,50 Cent/bushel zu. Sojaschrot gab um 80 Cent auf 311,90 US-$/short tons (302,22 €/t) nach und Sojaöl um 0,07 Cent auf 28,57 US-$/pound.

In den USA warten Händler weiter auf Signale aus China. Die unverbindlichen Aussagen auf dem G20-Gipfel in Argentinien haben bisher zu keinen neuen Geschäften zwischen den USA und China geführt. Die Lage hat sich zuletzt sogar verschlechtert, denn wegen sinkender Preise in Brasilien und anziehender Preise in den USA hat sich der Abstand zu den brasilianischen Bohnen verkleinert. Das macht auch für andere Käufer im pazifischen Raum Importe aus Brasilien wieder interessant. Hinzu kommt, dass die neue Ernte in Brasilien bereits Mitte Dezember starten könnte, so früh wie nie zuvor.

Raps: Die Rapsnotierungen an der Matif gaben am Mittwoch leicht nach. Der Februar verlor 50 Cent auf 372,25 €/t. Canola in Winnipeg verbuchte dagegen dank eines schwächeren kanadischen Dollars Gewinne. Die kanadische Währung fiel auf den tiefsten Stand seit 18 Monaten, nachdem die Zentralbank den Leitzins unverändert hielt und Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung dämpfte.

Palmöl: Die Ankündigung Indonesiens, Palmölexporte mit geringeren Zöllen zu belegen, setzte am Mittwoch die Notierungen in Kuala Lumpur unter Druck. Der meistgehandelte Februar-Kontrakt schloss mit einem Minus von 1,2 Prozent bei 1.995 MYR/t und wird heute Morgen mit 1.986 MYR/t ebenfalls schwächer gehandelt. Händler erwarten, dass die Lagerbestände für Palmöl in Malaysia Ende November auf bis zu 3 Mio. t gestiegen sein könnten, das wäre die größte Menge seit mehreren Jahren.

Rohöl: Vor dem Opec-Treffen am heutigen Donnerstag gaben die Notierungen am Mittwoch leicht nach. Erwartet wird, dass sich das Förderkartell auf eine Kürzung der Produktion einigt. Heute Morgen wird das Fass Brent mit 61,15 US-$ schwächer gehandelt. Auch WTI steht mit 52,37 US-$ im Minus.

Euro/US-Dollar: Trotz schwacher Konjunkturdaten in der Eurozone kann sich der Euro behaupten. Heute Morgen notiert die Gemeinschaftswährung bei 1,1350 US-$.

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