Markt am Mittag

Der Getreide- und Rapsmarkt bleibt ruhig


Bild: az

Am Dienstag gibt sich der Markt größtenteils unverändert. Die Verarbeiter sind kaum am Markt zu finden. Exporte sind aktuell noch kein Thema und der Handel setzt darauf, dass das Angebot aus Russland bald nachlässt.



Am heutigen Dienstag notiert die Matif für den Dezember-Termin mit 199,50 €/t Weizen unverändert. In den Exporthäfen sind für den B-Weizen mit 12,5 Prozent Protein 203,00 €/t für die Lieferung Basis Dezember 2018 im Gespräch. Bei der Rapssaat notiert der Februar-Termin heute Mittag um 1,50 €/t schwächer mit 365,25 €/t. Die Kaufideen für die Rapssaat bewegen sich um 366 €/t franko Ölmühle für die Lieferung im November 2018. Der Weizen bewegt sich weiter seitwärts. Die Verarbeiter sind kaum am Markt. Allerdings sind nach wie vor in Südoldenburg höhere Preise als in Hamburg und Rostock zu erzielen. Franko Südoldenburg werden für den Weizen im November /Dezember 214 Euro/t bis 216 Euro/t gezahlt. In Hamburg liegt der Kurs Basis Dezember bei nur 203 Euro/t. Gerste ist in Südoldenburg mit 216 Euro/t bis 218 Euro/t für November und Dezember fester als Weizen bewertet. Für Januar /Juni 2019 liegen die Kurse bei 223 Euro/t. Exporte sind sowohl für Weizen als auch für Gerste derzeit kaum ein Thema. Weiter setzt der Markt darauf, dass Russland bald nicht mehr in dem gewohnten Umfang liefern kann. Bereits jetzt gibt es logistische Probleme innerhalb des Landes. In einigen Wochen könnte Frost die Verladungen in den Seehäfen behindern.


Tendenz: Mit weiteren Verkäufen noch warten. Ein Potential für bessere Preise besteht, wenn sich die russischen Verkäufer vom Markt zurückziehen.

Die Rapspreise geben in den vergangenen Tagen spürbar nach. Damit folgt der Raps dem unter Druck geratenen Rohöl. Auch das Palmöl ist preislich schwach gestimmt. Hohe Endbestände in Malaysia sorgen für die Schwäche. Am Kassamarkt geschieht bei Raps wenig. Neugeschäft findet so gut wie nicht statt. Auf der anderen Seite wird auch nicht mehr viel Ware in den Lagern der Landwirtschaft vermutet. Weiterhin erschwert das Niedrigwasser vor allem im Süden und Westen Deutschlands die Handelstätigkeit. Der Sojakomplex tendiert ruhig. Ware ist reichlich angeboten. Die Preise für Sojabohnen und Sojaschrot stehen seit Tagen unter Druck. Die schwachen Exporte wirken sich negativ auf den Markt aus.

Tendenz:  Die aktuellen Rapspreise sind keine Verkaufspreise. Sofern noch Ware in den Lagern liegt, sollte eher mit dem Verkauf abgewartet werden. Etwa die Hälfte der Rapsernte wurde bereits durch Vorkontrakte vermarktet. Die Restmengen werden jetzt zurückgehalten.

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