Märkte am Mittag

Frostige Temperaturen stützen Preise


Frostige Temperaturen in Europa und Trockenheit in wichtigen Anbaugebieten in den USA beherrschen das Marktgeschehen. An der Matif notiert Weizen schwächer, Raps unverändert. 

Markttendenz
Die Talsohle ist durchschritten. Die Kurse befinden sich jetzt merklich im Aufwärtstrend.
Frostige Temperaturen in Europa und Trockenheit in wichtigen Anbaugebieten in den USA geben den Preisen Auftrieb. In Chicago bekommen die Kurse auch Unterstützung durch positive Exportzahlen von US-Weizen. An der Matif in Paris ist die Stimmung freundlich, Preise sind stabil. Die neueste Schätzung des Internationalen Getreiderates sieht die Anbauflächen auf Vorjahresniveau. Dabei soll der Verbrauch mit 746 Mio. t die Produktion von 741 Mio. t leicht übersteigen. Damit könnten erstmals seit sechs Jahren die globalen Weizenbestände sinken. Vor diesem Hintergrund erwartet das amerikanische Landwirtschaftsministerium für 2018 leicht steigende Getreidepreise auf dem Weltmarkt. Der Kassamarkt in Deutschland wird schon durch den Dauerfrost beeinträchtigt. Kanäle beginnen zu zufrieren. Verkaufszurückhaltung der Landwirtschaft ist unverändert. Gerste wird seitens der Exporteure rege nachgefragt. Die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Weizens bleibt jedoch aufgrund des festen Euro gering. Eine freundlichere Tendenz ist aber unverkennbar. Weizen notiert für den Mai-Termin bei 167,75 €/t um 0,50 €/t schwächer. 

Der Rapsmarkt notiert aktuell um 360,50 €/t. An der Matif in Paris können die Kurse heute Morgen zunächst weiter zulegen. Angetrieben werden die Kurse durch positive Vorgaben aus Chicago und unter anderem durch das feste Preisniveau für Palmöl. Der Wettermarkt in Argentinien stützt weiterhin den Sojakomplex. Der fehlende Regen drückt weiter die Einschätzungen zur Erntemenge. Die Ernteerwartungen in Brasilien werden weiter heraufgesetzt. Sie werden jetzt auf über 117 Mio. t geschätzt. Dabei wird die Ernte immer wieder durch Regen unterbrochen. Der physische Markt ist ruhig. Thema ist auch der Frost, der den ungeschützten Pflanzen schaden könnte. Marktteilnehmer gehen davon aus, dass noch größere Mengen unverkaufter Rapssaat in der Landwirtschaft und im Erfassungshandel liegen. Die Verarbeiter haben jedoch noch Anschlussbedarf. Das Interesse liegt dabei auf den Monaten April/Mai.   

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