Markt am Mittag

Weizen und Raps bewegen sich seitwärts

Am heutigen Montag zeigen sich die Kurse für Weizen an den Terminmärkten von einer leicht schwächeren Seite. An der Matif notiert Weizen für den März-Termin bei 160,50 €/t unverändert. Der Rapsmarkt notiert um 0,75 €/t schwächer als vorige Woche bei 359 €/t.

Die Weizenkurse bewegen sich somit seitwärts. Trotz der aktuell hohen Anbauzahlen aus den USA geben die Kurse an den internationalen Börsen nicht deutlich nach. Das USDA hat die weltweiten  Endbestände für Weizen 2017/18 auf 755 Mio. t und damit um 3 Mio.t im Vergleich zum Vormonat erhöht. Die gute Versorgung scheint in den aktuellen Kursen eingepreist. Marktteilnehmer gehen davon aus, dass erst neue Nachrichten zum Beispiel über Trockenheit von der  Südhalbkugel zu einer Bewegung im Markt führen werden.

Markttendenz
Eine Aussicht auf eine deutliche Erholung der Weizenpreise gibt es im Moment nicht. Der Rapsmarkt kann sich aus der Umklammerung der hohen Zufuhren von billigem Biodiesel aus Argentinien nicht befreien. Die Ölmühlen bleiben zurückhaltend, da die Preise für Rapsöl zurzeit wenig Potential nach oben bieten.
Am Kassamarkt im Norden Deutschlands bleiben die Fakten unverändert: Die Nachfrage aus Südoldenburg bestimmt den Markt  mit 173 bis 175 €/t für Weizen franko Mischfutterwerk. Das gilt auch für die ersten Monate im neuen Jahr 2018. In den Exporthäfen werden dagegen nur etwa 163 bis 165 €/t für Brotweizen gezahlt. Für diese Kurse geben die Landwirte ihre Ware noch nicht ab. Auch die neue Ernte wird seitens der Verkäufer nicht berücksichtigt.

Die Rapspreise gaben zum Anfang der Woche leicht nach. Die Nachrichtenlage lässt keine andere Beurteilung des Markts zu. Die weltweiten Endbestände bei der Sojabohne wurden vom USDA in der vergangenen Woche um rund 400.000 t erhöht. Allein in den USA wurden die Bestände um die gleiche Menge aufgestockt. Hier fehlen die Exporte. An der Börse in Chicago ist das Augenmerk auf die südamerikanischen Ernten gerichtet. Die aktuellen Wetternachrichten haben die Lage wieder entspannt. Die Prognosen zur Ernte 2018/19 werden besser, auch wenn die  Aussagen zu diesem Zeitpunkt noch unsicher sind.

Rapssaat erzielt ab Hof in Mecklenburg-Vorpommern  im Moment einen Preis von 350 €/t. Dazu gibt es keine Verkäufer. Auch die neue Ernte 2018 wird im Moment nicht berücksichtigt.

 

 

 

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